Das Thema Klimaschutz bekommt eine immer größere Bedeutung für die Landwirtschaft. Sie ist nicht nur zunehmend vom Klimawandel betroffen, sondern sie muss auch ihren Beitrag zu den Treib­haus­gasemissionen senken. Aber es bieten sich auch zunehmend Chancen, Einnahmen durch Klimaschutzprojekte auf landwirtschaftlichen Flächen zu erzielen. Im Rahmen des Interreg-Projektes „Carbon Farming“ führten das Thünen-Institut für ökologischen Landbau und das 3N Kompetenz­zentrum am 5.3.2020 in Hamburg einen Workshop durch, bei dem aktuelle Initiativen in diesem Bereich präsentiert und diskutiert wurden.

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Dabei wurde deutlich, dass sich die Treibhausgasbilanz bei Projekten zur Vermeidung der hohen CO2-Emissionen aus trockengelegten Moorböden sicherer kalkulieren lässt als bei Maßnahmen zur Humusvermehrung. Letztere ist aber auf anderen Strandorten sehr wichtig und kann mit den bekannten Methoden der konservierenden Bodenbearbeitung erreicht werden. So lässt sich auch der Stickstoffdüngereinsatz mit seinen hohen Treibhausgasemissionen reduzieren. Das aktuelle Interesse der Öffentlichkeit am Klimaschutz und an einer nachhaltigen Landwirtschaft sollte unbedingt genutzt werden, um entsprechende staatliche und private Förderinstrumente unter Mitwirkung der Landwirte zu gestalten. Außerdem bedarf es zur Einführung erweiterter Fruchtfolgen und neuer Kulturen, zur Pflanzung von Feldgehölzen usw. auch attraktiver Anschauungsobjekte und neuer Vermarktungswege für die zusätzlichen Produkte. Das sind Aufgabenstellungen für die weitere Projektlaufzeit von „Carbon Farming“.

Den ausführlicher Bericht sowie den Link zu den Vorträgen finden Sie in unserer Kategorie Projekte.