Ein großer Teil der niedersächsischen Moorböden ist entwässert und wird landwirtschaftlich genutzt. Die dabei entstehenden Treibhausgas-Emissionen machen ungefähr ein Drittel der landwirtschaftlichen Emissionen aus. Eine Wiedervernässung mit anschließender Renaturierung für den Naturschutz ist für die meisten Flächen nicht realistisch. Die Flächen stellen die Grundlage für das Einkommen der landwirtschaftlichen Betriebe dar. Eine Lösung könnte die Paludikultur sein. Sie verbindet Wiedervernässung und Klimaschutz mit landwirtschaftlicher Nutzung. Die Einführung in die Praxis ist allerdings noch schwierig.

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Geeignet für Paludikultur sind Feuchtgebietspflanzen, die nutzbare Biomasse in ausreichender Qualität und Quantität produzieren und zum Torferhalt beitragen. Die nasse Nutzung der Moore bietet eine standortangepasste, dauerhafte Bewirtschaftungsform mit vielfältigen positiven Wirkungen, insbesondere für den Umwelt- und Klimaschutz.

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