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In Niedersachsen sind in den vergangenen 15 Jahren zahlreiche Wärmenetze entstanden – im ländlichen Raum vor allem an Holzheizwerken und Biogasanlagen. Sie ermöglichen die Versorgung umliegender Gebäude mit Wärme aus erneuerbaren Energiequellen. Auf diese Weise können 68 % der Wärme niedersächsischer Biogasanlagen genutzt werden.

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© Mitte: von Felde; rechts: Neumann

Für viele Technologien der rationellen und umweltschonenden Energieerzeugung ist ein Zusammenschluss mehrerer Wärmeverbraucher eine notwendige Voraussetzung, da ein bestimmter Mindestwärmebedarf erforderlich ist. Ein Wärmenetz ist zudem flexibler gegenüber neuen Entwicklungen als Einzelheizanlagen, da die Erzeugungstechnik ohne Eingriffe bei den Wärmekunden erneuert werden kann.

Für Wärmenetze an Biogasanlagen stellt sich nach etwa der Hälfte der Vergütungsdauer des Erneuerbare-Energien- Gesetzes eine Reihe von Fragen: Können die Netze optimiert werden? Ist eine Erweiterung sinnvoll? Wie können sie nach Ende der Vergütungsdauer weiterbetrieben werden?

Um darüber hinaus die Rolle von Wärmenetzen in der zukünftigen Energieversorgung zu beurteilen, ist zu beurteilen, unter welchen Bedingungen weitere Netze entstehen können. Welche Energieträger sind dafür geeignet? Welchen Beitrag können Kommunen dabei leisten?

Das Seminar stellt die Handlungsmöglichkeiten am Beispiel einiger der im Heidekreis bestehenden Netze vor. Es richtet sich an Betreiber von bestehenden und zukünftigen Wärmenetzen ebenso wie an Kommunen und kommunale Energieversorgungsunternehmen. Es schließt mit der Besichtigung des Netzes der Energiegenossenschaft in Neuenkirchen-Brochdorf, das mit Wärme aus einer Biogasanlage und einem Holzkessel versorgt wird.

Eckdaten

Termin:

25. Februar 2020

Ort:

Landhotel Schnuck
Osterwaldweg 55
29640 Schneverdingen
Deutschland

Teilnahmebeitrag:

40,00 € (inkl. MwSt.)

Der Teilnahmebeitrag beinhaltet Verpflegung sowie die Seminarunterlagen.

Programm

09:30 Uhr

Empfang und Registrierung

10:00 Uhr

Begrüßung
Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer | 3N Kompetenzzentrum e. V.
Dominique Diederich | Energieagentur Heidekreis


10:10 Uhr

Aufbau und Optimierung von Wärmenetzen – von der Grundversorgung zur flexiblen Wärme- und Stromerzeugung
Michael Kralemann | 3N Kompetenzzentrum e. V.


11:20 Uhr

Wärme aus Holzhackschnitzeln – regionale Holzaufkommen nutzen
Carsten Brüggemann | Landwirtschaftskammer Niedersachsen

12:00 Uhr

Mittagspause

13:00 Uhr

Kommunale Wärmeplanung mit Abwärme und erneuerbaren Energien
Prof. Dr.-Ing. Stefan Holler | HAWK Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen


13:40 Uhr

Landschaftspflege mit doppeltem Nutzen – Erfahrungen aus dem Betrieb von drei Holzheizanlagen
Heiko Becker | Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide


14:20 Uhr

Wärme für‘s Dorf – das Beispiel Brochdorf
Friedrich-Wilhelm Baden | Energiegenossenschaft Brochdorf eG

14:50 Uhr

Abfahrt zur Besichtigung

15:10 Uhr

Besichtigung der Heizzentrale Brochdorf
Hans-Heinrich Delventhal | Energiegenossenschaft Brochdorf eG

16:00 Uhr

Seminarende

Anmeldung

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Michael Kralemann

Tel. +49(0)551 307 38 – 18
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