Die Kompetenzstelle Paludikultur im 3N Kompetenzzentrum ist die zentrale Informationsstelle für Paludikultur in Niedersachsen. Projektträger der Kompetenzstelle ist der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

Das Projekt hat zum Ziel, die Paludikultur als eine moor- und klimaschonende Alternative zur bisherigen land- und forstwirtschaftlichen Nutzung von Moorböden bekannt zu machen und zu fördern. Insbesondere sollen rechtliche und technische Anbauhemmnisse beseitigt und Wege zur Förderung der Vermarkung für die erzeugten Produkte gefunden werden.

Mit diesem Projekt wird ein Beitrag zur Umsetzung des Programms „Niedersächsische Moorlandschaften“ geleistet.

Unsere Aufgabenfelder sind:

  • Initiierung und Begleitung praktischer Pilotvorhaben mit Unternehmen, Wissenschaft und NGOs
  • Bereitstellung von Informationen und praxisrelevanten Angeboten
  • Unterstützung bei der Produktentwicklung und Beratung von Unternehmen
  • Entwicklung neuer Nutzungskonzepte
  • Verbesserung der Wirtschaftlichkeit von Paludikulturen
  • Erarbeitung von Empfehlungen zu rechtlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen
  • Wissenstransfer durch Netzwerkausbau und Öffentlichkeitsarbeit

Paludikultur (»palus« – lat. »Sumpf, Morast«) ist die land- oder forstwirtschaftliche Nutzung nasser organischer Böden. Voraussetzung ist, dass der Wasserstand ganzjährig nahe der Bodenoberfläche gehalten und der Boden nicht gestört wird. Dadurch wird zum einen der Torfkörper erhalten oder sogar neuer Torf gebildet und zum anderen die Freisetzung von Treibhausgasen minimiert.

Projektlaufzeit: 2017 bis 2022

Projektträger:

In Kooperation mit:

gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) Programmgebiet Stärker entwickelte Region (SER) und des Landes Niedersachsen


www.europa-fuer-niedersachsen.de

EinleitungPaludikultur auf niedersächsischen Moorflächen ist möglich. Dies zeigen zahlreiche bisher durchgeführte Forschungsvorhaben und Pilotversuchsflächen. Das Konzept der Paludikultur ist eine große Chance organische Böden zu erhalten, die Moorlandschaft weiterzuentwickeln und die Nutzung nachhaltig zu sichern. Um diese Bewirtschaftungsform in die Fläche zu bringen, muss die Technik weiterentwickelt, Märkte geschaffen sowie die rechtlichen und förderrechtlichen Rahmenbedingungen angepasst werden. Welche Kulturen in Niedersachsen geeignet sind, ist zunächst davon abhängig, ob es sich um ein Hoch- oder ein Niedermoor handelt. Einer der wichtigsten ökologischen Faktoren für eine erfolgreiche Paludikultur ist der optimale Wasserstand. Das größte Flächenpotential haben in Niedersachsen mit

weiter lesen

EinleitungDurch Paludikultur können nachwachsende Rohstoffe für stoffliche, energetische und andere Zwecke genutzt werden, die fossile Rohstoffe ersetzen. Für eine wirtschaftliche Verwertung sind große Erntemengen und damit große Flächen notwendig. Das hat zur Folge, dass große Mengen transportiert und gelagert werden müssen. Eine wichtige Grundvoraussetzung ist die Entwicklung einer angepassten Logistik, die aus Ernte-, Verarbeitungs-, Transport-, Verdichtungs- und Lagerungstechnik besteht [2]. 1. Stoffliche Nutzung1.1. Gartenbausubstrat:Biomasse aus Paludikultur kann als Rohstoff für die Herstellung von Substraten und Erden verwendet werden. Das Ziel ist, Torf zum Teil oder komplett zu ersetzen. Derzeit werden Versuche mit Torfmoosen sowie mit Rohrkolben und Schilf durchgeführt. Das For

weiter lesen