Die Charta für Holz 2.0 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) benennt das Ziel „Ressourcen effizient nutzen“ bereits im Titel. Noch sind die Effizienzpotenziale in der deutschen Holzwirtschaft jedoch nicht voll ausgeschöpft, auch wenn es in den vergangenen Jahren bereits große Fortschritte gab. Das BMEL wirbt deshalb im aktuellen Förderaufruf Ausbau der Material- und Energieeffizienz in der Holzverwendung Projektideen ein. Gesucht werden innovative Ansätze, um die Kaskadennutzung weiter zu steigern, Rohstoffe und Energie einzusparen und mehr Altholz zu nutzen.

Ein Ziel des Förderaufrufs ist die stärkere Nutzung von Altholz.

Nach dem jüngsten Rohstoffmonitoring Holz der Universität Hamburg und der INFRO e. K. wird im Schnitt jeder zweite Kubikmeter Holz zweifach genutzt. Das zeigt, dass die Kaskadennutzung in Deutschland schon Realität ist, dass es aber auch noch Spielraum nach oben gibt. Das BMEL hat nun einen neuen Förderaufruf veröffentlicht, um weitere Effizienzpotenziale auszuschöpfen. Förderfähig ist die Entwicklung innovativer, besonders ressourcen- und energieeffizienter Verfahren, der Einsatz bislang kaum genutzter Holzquellen oder die vermehrte Wiederverwendung von Altholz. Angesprochen sind die Säge- und Holzwerkstoffindustrie ebenso wie weiterverarbeitende Unternehmen, etwa aus den Bereichen Bauprodukte und Möbel. Wichtig bei allen Projektideen ist es, den Transfer in den Markt von vornherein mitzudenken und gewerbliche Unternehmen zu beteiligen. Die Innovationen sollten wirtschaftliche Vorteile insbesondere für KMU erwarten lassen.Der Förderaufruf ist bis zum 31. Januar 2019 befristet. Die Projektförderung erfolgt im Rahmen des „Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe“, Projektskizzen nimmt der Projektträger des BMEL, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) entgegen. Der vollständige Aufruf steht unter www.fnr.de zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. vom 19. Juli 2018