Hier wird mit Innovationen dem Klimawandel begegnet und es werden Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft erarbeitet, so das gemeinsame Fazit der Minister.

Beeindruckt von den vielfältigen Aktivitäten rund um die Themen nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie zeigten sich die Niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast und der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz Olaf Lies. Gemeinsam besuchten sie heute (Freitag) das 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie in Werlte.

Ministerin Otte-Kinast und Minister Lies informierten sich zu den Themen von 3N

„Wir wollen dieses erfolgreiche Kompetenzzentrum weiter stärken und ausbauen, denn das gemeinsame Engagement des Landes Niedersachsen und der 3N-Gründungsmitglieder beweist, dass vernetzte Strukturen zu einem hohen Mehrwert führen", betonte der 1. Vorsitzende des 3N, Reinhard Winter, bei der Begrüßung. „Das belegt seit nunmehr elf Jahren die landesweite Kompetenzstelle 3N mit ihrem Netzwerk und den erfolgreich eingeworbenen Projekten. Rund 17 Millionen Euro an Projektmitteln sind dadurch in die Region und nach Niedersachsen geflossen", hob Winter hervor.

Besonders erfreut zeigten sich die Minister, dass neben den weiteren Gründungsmitgliedern, dem Landkreis Emsland, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der HAWK Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen, den Niedersächsischen Landesforsten und der Stadt und Samtgemeinde Werlte über 30 niedersächsische Unternehmen, Institutionen und Landkreise dem Verein 3N beigetreten sind und sich aktiv für Nachhaltigkeit und Klimaschutz engagieren.

„Mit der neuen Düngeverordnung sind auch neue Herausforderungen auf die Landwirtschaft zugekommen, die insbesondere in Bezug auf die Nährstofffrachten Zukunftslösungen brauchen", so Otte-Kinast. Sie begrüße es sehr, dass 3N im Verbund mit verschiedenen Projektpartnern aus Praxis und Forschung intensiv an Praxislösungen zur Wertstoffgewinnung aus Gülle und Gärresten arbeitet.

„Es geht auch um neue Konzepte zur Bewirtschaftung nasser, organischer Böden und die Entwicklung von Torfersatzprodukten, um die Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft und im Gartenbau deutlich zu reduzieren", sagte Olaf Lies. „Nachhaltige Biomassekonzepte sind für Niedersachsen der Schlüssel zur Synergie zwischen Klimaschutz und nachhaltiger Landnutzung.“ Der Minister wies auf die Einrichtung der Kompetenzstelle Paludikulturen in 2017 hin, die im Verbund mit dem NLWKN geführt wird und bei 3N in Werlte angesiedelt ist.

„3N ist derzeit an 16 europäischen und nationalen Projekten beteiligt und engagiert sich in regionalen Projekten, wie dem Klimacenter", so die 3N Geschäftsführerin Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer. Neben der Entwicklung biobasierter Materialien speziell auch als Kunststoffersatz, dem Testen von innovativen Verfahrensketten und Rohstoffkonzepten werde die Aufbereitung von Biogas zu Bio-LNG für den Verkehrssektor ebenso wie Fragen zur Systemintegration der Bioenergie im Verbund mit Forschungseinrichtungen und Unternehmen intensiv bearbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt sei die stoffliche Holznutzung als Beitrag zum aktiven Klimaschutz und zur regionalen Wertschöpfung.

3N engagiert sich stark für das Thema Holz. Zum zweiten Mal erfolgt in diesem Jahr die Auslobung des "Niedersächsischen Holzbaupreises". Schirmherrin ist Ministerin Otte-Kinast. Der Wettbewerb wird vom bei 3N angesiedelten Landesmarketingfonds Holz und dem Cluster Forst und Holz ausgerichtet.

„Bioökonomie zum Anfassen bietet unser Klimacenter“, so Samtgemeindebürgermeister Ludger Kewe. 3N hat das Center zu einem Lernstandort für Bioökonomie weiterentwickelt, das für die Schulen der Energieregion Hümmling zu einer festen Bildungseinrichtung geworden ist. Beim anschließenden Rundgang zeigten sich die Minister vom Klimacenter und dem ganz neu hinzugekommen Energiecontainer mit verschiedensten Speichertechniken beeindruckt.