Der Preis für Holzpellets ist im Juni gestiegen. Eine Tonne (t) kostet nach Angaben des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) durchschnittlich 408,41 Euro. Das sind 13,6 Prozent mehr als im Mai und 5,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit verhält sich der Pelletpreis für die Jahreszeit untypisch. Eine Kilowattstunde Wärme aus Pellets ist für 8,17 ct zu haben. Zu Heizöl mit knapp 9 Prozent und zu Erdgas mit rd. 30 Prozent besteht weiterhin ein Preisvorteil.

Brennstoffkosten in Deutschland
© Deutsches Pelletinstitut GmbH

„Steigende Preise im Juni sind untypisch für Pellets“, erklärt DEPI-Geschäftsführer Martin Bentele. Diese Entwicklung hänge weiterhin mit den überaus hohen Einlagerungsmengen im letzten Sommer zusammen, die bei einem Großteil der Heizungsbetreiber dann im Frühjahr und Frühsommer dieses Jahres zu leeren Pellettanks geführt hätten. Hieraus resultiere eine saisonal unüblich hohe Nachfrage. Das Deutsche Pelletinstitut geht davon aus, dass sich die Nachfrage- und Preissituation in den kommenden Wochen beruhigen werden.

Regionalpreise

Beim Pelletpreis ergeben sich im Juni 2023 folgende regionale Unterschiede (Abnahme 6 t): In der Mitte der Republik kosten Pellets im Schnitt 408,46 Euro/t, dicht gefolgt von Süddeutschland mit 408,73 Euro/t. In Nord-/Ostdeutschland sind Pellets mit 412,50 Euro/t etwas teurer. Dass der Bundesdurchschnittswert im Juni unter dem Wert der Regionalpreise liegt, beruht auf der Berechnungsmethode. Größere Mengen (26 t) werden im Juni 2023 zu folgenden Konditionen gehandelt: Süd: 391,26 Euro/t, Mitte: 388,77 Euro/t, Nord/Ost: 393,20 Euro/t (alle inkl. MwSt.).

Zum Niedersächsischen Pelletpreisindex

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Pelletinstitut GmbH vom 16. November 2022