Torfreduktion im Gartenbau: in unserem Peat-free Webinar wurden aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen der Branche beleuchtet.

Sie Silphie schütze Gewässer und Böden, bindet Kohlenstoff, wächst regional und hat großes Potenzial als Torfersatzstoff.
Sie Silphie schütze Gewässer und Böden, bindet Kohlenstoff, wächst regional und hat großes Potenzial als Torfersatzstoff.© 3N

Die Entwicklung von nachhaltigen Substraten ist abhängig von vielen Faktoren: Verfügbarkeit, Funktionalität, Praktikabilität, Regionalität und Zirkularität. Die Silphie spielt für die Torfreduktion eine wichtige Rolle. Sie kann regional angebaut werden, kommt mit geringen Pflanzenschutzmittelaufwand aus, erfüllt als Tiefwurzler vielfältige Funktionen (z.B. Gewässerschutz, Erosionsschutz, Kohlenstoffbindung) und nach Vergärung in der Biogasanlage eignet sich der Gärrest sehr gut als Torfersatz.

Die Wertschöpfung von Torfersatz im Zierpflanzensektor wird beeinflusst durch die Transport- und Lagerfähigkeit und die Auswirkung auf die Nährstoff- und Wasserversorgung der Zierpflanzen. Die Umstellung auf torffreie Substratvarianten ist möglich, die Auswirkungen können jedoch je nach Zierpflanze variieren. Um eine Vergleichbarkeit von nachhaltigen Substraten zu ermöglichen, ist die Zertifizierung ein wichtiger Schlüssel. Für eine Zertifizierung müssen jedoch anerkannte Standardwerte für die THG-Bilanzierung vorliegen und das Produkt muss bereits auf dem Markt etabliert sein. Für Silphie-Gärrest ergeben sich somit spannende Anknüpfungspunkte für den weiteren Projektverlauf.

Das Projekt Peat free substrates wird im Rahmen des Interreg VI-Programms Deutschland-Nederland durchgeführt und durch die Europäische Union, das niederländische Wirtschaftsministerium (EZ), das MWIKE NRW und die Niedersächsische Staatskanzlei sowie die Provinzen Groningen, Fryslân, Drenthe, Flevoland, Overijssel, Gelderland, NoordBrabant und Limburg mitfinanziert.