3N und Partnerorganisationen unterzeichnen Kooperationsvereinbarung
3N hat gemeinsam mit vier bedeutenden Einrichtungen der niedersächsischen Agrar-, Umwelt- und Transformationsforschung eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Zu den beteiligten Partnern gehören neben 3N die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK), das Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen (NAN) sowie der Verbund Transformationsforschung Agrar Niedersachsen (trafo:agrar).
„Fünf Partner, ein Ziel: die Landwirtschaft in Niedersachsen zukunftsfest zu machen – dafür steht diese Kooperation. Indem wir unsere unterschiedlichen Kompetenzen gezielt vernetzen, schaffen wir echte Synergien zwischen Forschung, Beratung und landwirtschaftlicher Praxis. Für uns als 3N ist das ein wichtiger Schritt, um Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette gemeinsam voranzubringen und nachhaltige Lösungen schneller in die Fläche zu bringen,“ erklärt 3N Geschäftsführerin Carolin Schneider anlässlich der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.
Die Kooperationsvereinbarung zielt darauf ab, die Zusammenarbeit in mehreren strategischen Bereichen deutlich zu intensivieren:
1. Bündelung fachlicher Expertise
Die Partner beabsichtigen, ihre jeweiligen Kompetenzen stärker zu vernetzen, um Doppelstrukturen zu vermeiden und innovative Lösungen schneller in die Praxis zu bringen.
2. Gemeinsame Projekte und Forschungsinitiativen
Geplant ist eine engere Zusammenarbeit im Projektwesen – von der gemeinsamen Akquise über die Beantragung bis zur Durchführung. Dadurch sollen größere, trans disziplinäre Initiativen ermöglicht werden, die Antworten auf aktuelle wie Klimaresilienz, Biodiversität, digitale Landwirtschaft oder Energieeffizienz geben.
3. Austausch und Vernetzung über regelmäßige Arbeitssitzungen
Mindestens einmal im Jahr findet künftig eine gemeinsame Arbeitssitzung statt.
4. Gemeinsame Fachveranstaltungen
Die Partner wollen häufiger gemeinsame Tagungen, Workshops und Praxisdemonstrationen durchführen.
5. Stärkung des Wissenstransfers
Ein zentrales Zukunftsziel ist die Schaffung einheitlicher Informations- und Transferkanäle, um neue Erkenntnisse effizienter an landwirtschaftliche Betriebe, Beratungseinrichtungen und weitere Akteure weiterzugeben.
Mit den in der Vereinbarung formulierten Zielen setzen die Partner ein deutliches Signal. Dr. Carolin Schneider blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Diese Kooperation steht für vernetzte Agrarkompetenz in Niedersachsen - die großen Herausforderungen der Landwirtschaft lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Wir sind stolz darauf, dass wir die Transformation der Landwirtschaft gemeinsam mit starken Partnern angehen und so die Grundlage für nachhaltige und zukunftsfähige Lösungen für die Landwirtschaft von morgen gestalten.
Organisationen im Überblick
Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Als zentrale Beratungs- und Fachinstitution für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gartenbau, Fischerei und den ländlichen Raum ist die LWK mit Sitz in Oldenburg maßgebliche Impulsgeberin für Innovationen, Umsetzung fachlicher Standards und praxisnahe Beratung im gesamten Bundesland. Besondere Bedeutung in Zusammenhang mit der Kooperation haben etwa das Versuchswesen für Pflanzenbau und Tierhaltung sowie die Bereiche Grünland, Natur- und Bodenschutz sowie Aus- und Fortbildung.
3N Kompetenzzentrum Niedersachsen
Das 3N-Kompetenzzentrum in Werlte (Kreis Emsland) gilt als zentrale Einrichtung für die stoffliche und energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe, für Bioökonomie und Ressourceneffizienz. Es bringt Know-how in nachhaltige Wertschöpfungsketten und klimafreundliche Innovationen ein, unterstützt die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Forschungseinrichtungen und ist aktiv etwa zu Themen wie Biogas, Carbon Farming und Bodenfruchtbarkeit.
Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen
Diese international bestens vernetzte Einrichtung mit Sitz in Ovelgönne (Kreis Wesermarsch) bündelt Fachwissen und Forschungsprojekte zu Grünlandwirtschaft, Weidemanagement, Futterbau und Naturschutz – einem zentralen Bereich für Klimaresilienz, Biodiversität und tiergerechte Produktion. Zentral geht es um die Entwicklung innovativer Konzepte für eine nachhaltige Landwirtschaft auf Grünland.
Netzwerk Ackerbau Niedersachsen
Das NAN mit seiner Geschäftsstelle in Warberg (Kreis Helmstedt) ist ein Zusammenschluss zur Weiterentwicklung des modernen Ackerbaus. Beteiligt sind landwirtschaftliche Betriebe und Verbände, Unternehmen der Agrarwirtschaft sowie Akteurinnen und Akteure aus Agrarpolitik, -verwaltung und -forschung. Das NAN trägt Wissen zu Themen wie Pflanzenschutz, Bodenfruchtbarkeit, nachhaltige Anbausysteme sowie Praxiserfahrungen aus der Fläche bei.
Verbund Transformationsforschung Agrar Niedersachsen
trafo:agrar ist eine Einrichtung der Universität Vechta und verbindet Wissenschaft, Praxis und Politik, um Transformationsprozesse zu erforschen und Lösungen für Herausforderungen wie Klimawandel, gesellschaftliche Erwartungen und Marktveränderungen zu entwickeln. Zu den behandelten Themen gehören Nährstoffeinträge, Tiergesundheit sowie die Akzeptanz der modernen Agrar- und Ernährungswirtschaft.
Durch ihre unterschiedlichen Schwerpunkte bilden die Partner ein leistungsfähiges Kompetenznetzwerk, das sämtliche Bereiche der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette abdeckt – von der Urproduktion über Beratung und Forschung bis hin zu nachhaltigen Produkt- und Prozessinnovationen.
Quelle: Pressemitteilung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen vom 16. März 2026