Die obige Überschrift aus dem Programm zur Abschlusstagung des Projektes KlimaFarming am 12.11.2025 auf der AGRITECHNICA kommt einem wieder in den Sinn, wenn man die aktuellen Klagen über gestiegene Dieselkosten hört. Der »Boden-Blogger« und Berater für Regenerative Landwirtschaft René Rempt hatte in seiner Keynote darauf hingewiesen, dass durch die Reduzierung der Bodenbearbeitung bis hin zu einer pfluglosen Wirtschaftsweise Einsparung im Dieselverbrauch um bis 60 % möglich sind. Hinzu kommen entsprechende Einsparungen bei den Maschinen- und Arbeitskosten!

Pflügen verbraucht nicht nur viel Diesel und Arbeitszeit, sonders schädigt auch das Bodenleben und führt zu Wasser- und Stickstoffverlusten. Ideal wäre hier die Einsaat einer Zwischenfrucht in die Stoppel oder noch besser vor der Ernte gewesen, die für eine Bodenbedeckung sorgt und Stickstoff bis zur nächsten Kultur bindet.
Die Gesellschaft für Konservierende Bodenbearbeitung (GKB e.V.) weist auf Erfahrungswerte und Forschungsergebnisse hin, wonach durch minimalen Bodeneingriff, dauerhafte Bodenbedeckung und vielfältige Fruchtfolgen folgende Vorteile für Böden, Klima und Wirtschaftlichkeit erzielt werden können (Studie mit genauen Daten):
- rund 50 Prozent geringeres ökologisches Risiko durch Pflanzenschutzmittel im Durchschnitt
- rund 15 Prozent weniger Stickstoffdüngemittel im Durchschnitt
- bis zu 75 Prozent weniger Treibstoffverbrauch
- gesündere Böden durch eine höhere mikrobielle Aktivität und Biodiversität
- rund fünf Prozent höhere Erträge im Durchschnitt
- bis zu 16 Prozent höherer Deckungsbeitrag pro Hektar und Jahr (am Beispiel Winterweizen)
Die aktuellen wirtschaftlichen Probleme der Landwirtschaft sollten Anlass sein, ökologisch und ökonomisch effektivere Acherbauverfahren zu erproben. Die GKB, das HumusKlimaNetz und andere Organisationen vermitteln dazu gerne Erfahrungen.