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© Hinrich Neumann

Auch nach dem Auslaufen der EEG-Förderung ist ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb von Biogasanlagen möglich. Gängige Optionen sind die Flexibilisierung der Anlage oder ihre Umrüstung zur Biomethanaufbereitung und -einspeisung. Beide Varianten erfordern einen Anschluss an das Strom- oder Gasnetz. Darüber hinaus gibt es PPA-Stromlieferverträge in Kombination mit einem tragfähigen Wärmekonzept, die Option der Direktlieferung von Biogas bzw. Biomethan an Gewerbe und Industrie sowie die Möglichkeit der Eigenversorgung oder einer hofeigenen Biomethantankstelle.

Die FNR und ihre Kooperationspartner greifen das Thema „EEG-unabhängiger Betrieb“ in einem Online-Seminar auf und stellen verschiedene Betreiberkonzepte näher vor. Anhand von Forschungsergebnissen und Best-Practice-Beispielen werden die Chancen und Vorteile dieser Konzepte aufgezeigt.

Die Teilnahme an dem Online-Seminar ist kostenfrei. Zielgruppen sind in erster Linie Biogasanlagenbetreiber. Darüber hinaus richtet sich die Veranstaltung aber auch an interessierte Landwirte, insbesondere viehhaltende Betriebe, Berater, Planungsbüros, Biogasanlagenhersteller und Zulieferfirmen, behördliche Einrichtungen und Politik, Wissenschaftler und sonstige Interessenten.

Hintergrund zur Seminarreihe

Viele Betreiber stehen aufgrund auslaufender EEG-Vergütungen vor der schwierigen Entscheidung über die Zukunft ihrer Biogasanlage. Immer anspruchsvollere rechtliche Anforderungen stellen sie zunehmend vor Herausforderungen. Dabei ist Biogas eine wichtige Säule im künftigen Energiesystem. Es ist speicherbar und nach Bedarf verfügbar, vor allem in Zeiten ohne Sonne und Wind. Biogas kann Stromdefizite in Dunkelflauten kostengünstig ausgleichen und dabei auf vorhandene Infrastruktur und etablierte Technologien zurückgreifen. Zudem sind Biogasanlagen vielerorts Grundlage für meist kommunale Nahwärmenetze.

Für die Landwirtschaft bietet Biogas nicht nur wirtschaftliche Möglichkeiten. Der Anbau von Energiepflanzen trägt in vielen Betrieben zur Diversifizierung des landwirtschaftlichen Anbaus bei. Ökologisch wertvolle Kulturen, wie die Durchwachsene Silphie oder Blühstreifen, die ansonsten keine wirtschaftliche Verwertung haben, finden in der Biogaserzeugung einen Nutzen. Durch den Ersatz fossiler Energien spart Biogas zudem THG-Emissionen ein und senkt bei der Vergärung von Wirtschaftsdüngern obendrein die Methanemissionen aus der Tierhaltung. Biogas schafft Wertschöpfung im ländlichen Raum und stärkt den Wirtschaftszweig Landwirtschaft.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat und gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern initiiert die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe die Online-Seminarreihe „Biogas“. Ihr Ziel ist es, die Herausforderungen und Chancen der Biogaserzeugung und -nutzung aufzugreifen und zu diskutieren, über Zukunftsperspektiven und Lösungsansätze sowie Optimierungsmöglichkeiten zu informieren, aktuelle Erkenntnisse und Neuheiten aus der Wissenschaft darzustellen und Best-Practice-Beispiele aufzuzeigen. Mit der Seminarreihe soll der Austausch zwischen Wissenschaftlern, Praktikern und Behörden befördert und Handlungsempfehlungen für Praxis und Politik abgeleitet werden.

Die Teilnahme an dem Online-Seminar ist kostenfrei. Zielgruppen sind in erster Linie Biogasanlagenbetreiber. Darüber hinaus richtet sich die Veranstaltung aber auch an interessierte Landwirte, insbesondere viehhaltende Betriebe, Berater, Planungsbüros, Biogasanlagenhersteller und Zulieferfirmen, behördliche Einrichtungen und Politik, Wissenschaftler und sonstige Interessenten.

Termin:

25.06.2026
10:00 bis 12:00 Uhr

Ort:

online-Seminar

Teilnahmebeitrag:

kostenfrei

Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie unter www.veranstaltungen.fnr.de.