Die Ergebnisse der Biomasse- und Biomethan-Ausschreibungen zum Gebotstermin am 1. April 2026 unterstreichen die wichtige Rolle Niedersachsens für die Bioenergie in Deutschland. Mit 84 Zuschlägen und einer bezuschlagten Leistung von rund 105 Megawatt entfällt mehr als ein Fünftel auf Niedersachsen.

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„Die hohe Zahl erfolgreicher Projekte zeigt, dass die niedersächsischen Anlagenbetreiber bereit sind, in die Zukunft ihrer Standorte zu investieren und Bioenergie noch flexibler zu machen“, erklärt Silke Weyberg, Geschäftsführerin des Landesverbandes Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen e. V. (LEE Niedersachsen/Bremen). Gerade in einem Energiesystem mit immer mehr Wind- und Solarstrom werde diese regelbare erneuerbare Leistung dringend benötigt.

Gleichzeitig bewertet der LEE Niedersachsen/Bremen die erneute Unterzeichnung der Ausschreibung sehr kritisch. Die Tatsache, dass weniger Leistung bezuschlagt wurde als ausgeschrieben, verdeutlicht, dass die politischen Rahmenbedingungen weiter verbessert und verstetigt werden müssen.

Biogasanlagen als grüne Kraftwerksparks der Zukunft

Aus Sicht des LEE Niedersachsen/Bremen liegt die besondere Stärke von Biogas in seiner Flexibilität. Viele der erfolgreichen Projekte investieren gezielt in eine höhere Leistung, um zukünftig genau dann Strom bereitstellen zu können, wenn Wind und Sonne nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Zudem leistet Bioenergie einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Wärmeversorgung, insbesondere im ländlichen Raum.

„Biogas kann die Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie ergänzen, Schwankungen ausgleichen und erneuerbare Wärme bereitstellen. Genau diese Eigenschaften machen Bioenergie zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Energiesystems“, sagt Weyberg.

Um dieses Potenzial zu nutzen, fordert der LEE Niedersachsen/Bremen langfristig verlässliche Rahmenbedingungen, ein ausreichendes Ausschreibungsvolumen und mehr Freiräume für flexible Anlagenkonzepte. „Markt und Politik zeigen gleichermaßen, dass der Bedarf an flexibler, regelbarer Leistung wächst. Jetzt braucht die Branche die notwendige Planungssicherheit in Form von länger definierten Ausschreibungsvolumina sowie mehr Freiheiten bei den Anlagenkonzepten und der eingesetzten Biomasse, um weiter investieren zu können“, betont Weyberg.

Weitere Informationen zu der aktuellen Ausschreibungsrunde finden Sie auf der Seite der BNetzA.

Quelle: Pressemitteilung des LEE Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen e.V. vom 10. Juni 2026