Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem Holzbaupreis Niedersachsen 2018 wurden nun zum zweiten Mal in Niedersachsen herausragende Holzbauten prämiert, die das hohe Innovationspotenzial des modernen Holzbaus repräsentieren. Der Preis zeichnet Gebäude aus, die überwiegend aus Holz und Holzwerkstoffen sowie weiteren nachwachsenden Rohstoffen bestehen und im Sinne von Klimaschutz und Nachhaltigkeit ökologische und ressourcensparende Aspekte besonders berücksichtigen.

Die hohe Qualität und Anzahl der eingereichten Objekte zeigt, dass sich immer mehr Menschen für das nachhaltige Bauen und Wohnen entscheiden und Holz als leistungsfähiger, umweltfreundlicher Baustoff und wichtiger Kohlenstoffdioxid-Speicher für unser zukünftiges Bauen unverzichtbar ist.

Mit der Verleihung des Holzbaupreises an gelungene Beispiele wollen wir zeigen, welche vielfältigen Möglichkeiten Holzbau bietet und dazu beitragen, das Bauen mit Holz in Niedersachsen weiter zu etablieren.

Ihre

Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und Schirmherrin des Holzbaupreises Niedersachsen 2018


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Am 08.11.2018 wurden die Gewinner des »Holzbaupreises Niedersachsen 2018« durch die Schirmherrin, die Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Barbara Otte-Kinast, ausgezeichnet.

Der Wettbewerb »Holzbaupreis Niedersachsen« wird vom Landesbeirat Holz e.V. und dem Landesmarketingfonds Holz des 3N Kompetenzzentrums Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie e.V. in zweijährigem Turnus durchgeführt. Er zeichnet Gebäude aus, die überwiegend aus Holz und Holzwerkstoffen sowie weiteren nachwachsenden Rohstoffen bestehen und im Sinne von Klimaschutz und Nachhaltigkeit ökologische und ressourcensparende Aspekte besonders berücksichtigen.

„Immer mehr Menschen entscheiden sich heute für nachhaltiges Bauen und Wohnen und die hohe Qualität der eingereichten Objekte zeigt, dass Holz als leistungsfähiger Baustoff und wichtiger Kohlendioxid-Speicher für unser zukünftiges Bauen unverzichtbar ist“, betonte Schirmherrin Otte-Kinast in ihrer Laudatio vor gut 100 Gästen und Wettbewerbsteilnehmern in Hannover. „Mit der Verleihung des Holzbaupreises an gelungene Beispiele wollen wir zeigen, welche vielfältigen Möglichkeiten Holzbau bietet und dazu beitragen, das Bauen mit Holz in Niedersachsen weiter zu etablieren.“

„Das hohe Innovationspotential des modernen Holzbaues wurde durch die diesjährigen Wettbewerbsteilnehmer hervorragend umgesetzt. Aus insgesamt 30 Bewerbungen konnten fünf Preisträger ermittelt und vier Anerkennungen an Bauherren, Architekten und Planer für besonders gelungene Holzbauten in Niedersachen vergeben werden“, erläuterte Robert Marlow, Präsident der Architektenkammer Niedersachsen und Juryvorsitzender, das Votum der Jury.

Den 1. Preis, der mit 5.000,- EUR dotiert ist, erhielt das Objekt „holzbox.“ für den Umbau und die Aufstockung eines ehemaligen Kindergartens in ein Zweifamilien-Passivhaus. Die Jury überzeugte neben dem gestalterisch sehr anspruchsvollen Design auch die vorbildliche, flächenschonende Umsetzung der Baumaßnahmen.

Der 2. Preis wurde an gleich drei Preisträger verliehen. Prämiert wurden die „Kletterhalle“ des Deutschen Alpenvereins in Hannover, das Mehrfamilienhaus “die grüne 88“ in Ottersberg sowie die "Einfamilienhäuser Hermannstrasse“ in Vechta. Die Jury würdigte den konsequenten Einsatz des Baustoffes Holz ebenso wie das Engagement der Planer und Bauherren in Bezug auf die ökologische Nachhaltigkeit und Energieeffizienz der Baukonzepte.

Mit dem Sonderpreis "Baukultur" wurde das “Büro und Ausstellunggebäude“ der Tischlerei Krüger in Alfeld ausgezeichnet. Hierbei wurde die baukulturelle Vorbildwirkung für den klein- und mittelständischen Gewerbebau honoriert und die damit verbundene architektonische Wertschätzung für das Thema Büro und Ausstellung.

Festredner Prof. Dipl.-Ing. Architekt Stefan Krötsch von der Hochschule Konstanz erläuterte einleitend in seinem Impulsvortrag die Bedeutung und die Notwendigkeit des Bauens mit nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, insbesondere vor dem Hintergrund von Klimawandel, Ressourceneffizienz und Bevölkerungsentwicklung. Der Vortrag schloss mit einem Ausblick auf das zukünftige Wohnen und Bauen in den immer mehr nachgefragten urbanen Räumen, wo ein großes Potential für den mehrgeschossigen modernen Holzbau sowie nachhaltiger Sanierungskonzepte mit Holz besteht.

Für Eindrücke der Preisverleihung besuchen Sie gerne unsere RubrikVeranstaltungsrückblick. Die Broschüre zum Holzbaupreis Niedersachsen 2018 finden Sie unter dem Reiter Downloads.

Die Auslobung erfolgt durch den Landesbeirat Holz Niedersachsen e.V. und den Landesmarketingfonds Holz Niedersachsen, der am 3N Kompetenzzentrum e.V. angesiedelt ist. Beide Initiativen werden von Institutionen und Unternehmen des Clusters Forst und Holz getragen.


Förderer und Mitglieder des Landesmarketingfonds Holz:



Kooperationspartner:


In Zusammenarbeit mit:

Portait von Horst F. Buschalsky

Horst F. Buschalsky

Referatsleiter Forstpolitik und Holzwirtschaft
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Portait von Thomas Dienberg

Thomas Dienberg

Stadtbaurat
Stadt Göttingen

Portait von Annette Hafner, Prof. Dr.-Ing. Architektin

Annette Hafner, Prof. Dr.-Ing. Architektin

Professur für Ressourceneffizientes Bauen
Ruhr-Universität Bochum

Portait von Jörg Härtel, Prof. Dr.-Ing.

Jörg Härtel, Prof. Dr.-Ing.

Professur für Konstruktiven Ingenieurbau und Ingenieurholzbau
Jade Hochschule Wilhelmshaven Oldenburg Elsfleth

Portait von Robert Marlow, Dipl.-Ing. Architekt

Robert Marlow, Dipl.-Ing. Architekt

Präsident
Architektenkammer Niedersachsen

Portait von Stefanie Nöthel

Stefanie Nöthel

Abteilungsleiterin Städtebau und Wohnen
Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz

Portait von Manfred Schipper, Dipl.-Ing.

Manfred Schipper, Dipl.-Ing.

Beratender Ingenieur
Ingenieurkammer Niedersachsen

INNOVATIVE PROJEKTE GESUCHT

Die Wettbewerbsbeiträge sollen sich durch eine hohe gestalterische und holzbautechnische Qualität auszeichnen sowie im Sinne der Nachhaltigkeit, ökologische und ressourcensparende Aspekte besonders berücksichtigen. In die Bewertung wird auch der Lebenszyklus der Bauwerke hinsichtlich ihrer Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit in Betrieb und Unterhalt bis hin zur Recyclingfähigkeit einbezogen. Bauwerke und Gebäudekomponenten sollten insgesamt ein zukunftsweisendes Gesamtkonzept darstellen.

Für den Holzbaupreis Niedersachsen 2018 können verschiedene Objekte eingereicht werden:

Bauen im Bestand

Umbauten, Aufstockungen oder energetische Sanierungen eines vorhandenen Bauwerks. Jede Gebäudeart und -nutzung ist zugelassen.

Neubau

Anbauten, Einzelbauwerke, Gebäudegruppen oder Ingenieurbauwerke. Jede Gebäudeart und -nutzung ist zugelassen.

Innenausbauten

Nachhaltige, innovative Raumlösungen und Nutzungskonzepte in Bestands- oder Neubauten. Jede Gebäudeart und -nutzung ist zugelassen.

Sonderpreis Baukultur

Nachhaltige, innovative Sanierungs- und Umbaumaßnahmen von bestehenden Holzbauwerken oder Neubauten, die die Holzbaukultur aufgreifen und im modernen Kontext neu interpretieren.

WER KANN SICH BEWERBEN?

Zur Teilnahme aufgefordert sind:

  • Architekten,
  • Tragwerksplaner,
  • öffentliche und private Bauherren,
  • das Bauhandwerk sowie
  • Unternehmen der Holzbaubranche.

Mitglieder der Jury sowie Mitarbeiter der Auslober sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Teilnahmevoraussetzungen

Die Baumaßnahmen wurden im Zeitraum zwischen Januar 2016 und Juni 2018 fertiggestellt. Der Standort der Gebäude muss sich im Bundesland Niedersachsen befinden. Es dürfen insgesamt maximal drei Projekte je Bewerber eingereicht werden.

PREISGELD

Der Holzbaupreis Niedersachsen 2018 ist mit einem Preisgeld von insgesamt 12.000 Euro dotiert (inkl. Sonderpreis). Es können mehrere Preise vergeben werden. Der Sonderpreis »Baukultur« ist mit insgesamt 1.000 Euro dotiert. Es können mehrere Sonderpreise vergeben werden. Neben den Preisen werden Anerkennungen vergeben. Die Prämierungen werden den Bauherren, Entwurfsverfassern, Tragwerksplanern und ausführenden Holzbaubetrieben gleichermaßen verliehen. Die Jury entscheidet über die Verteilung des Preisgeldes frei und unanfechtbar unter Ausschluss des Rechtsweges.

EINZUREICHENDE UNTERLAGEN

Pro Objekt sind einzureichen:

  • bis zu zwei Poster (laminiert) oder Tafeln in Farbdruck und Format DIN A2 (Musterposter). Diese müssen enthalten:
    • Entwurfs-, Ausführungs-, Detailzeichnungen sowie einen Lageplan,
    • Fotos, Abbildungen,
    • kurzer Erläuterungsbericht,

sowie

  • eine Teilnehmer-/Urheberrechtserklärung
  • eine Objektbeschreibung mit Angabe von Namen und Anschriften der Architekten, Tragwerksplaner, Bauherren, Holzbaubetriebe und der Fotografen sowie der Objektdaten,
  • einen Datenträger mit druckfähigen Dateien aller eingereichten Inhalte (Bilder, Zeichnungen, Grafiken, Texte).

Eine Anonymisierung der Unterlagen ist nicht notwendig. Für eventuelle Beschädigungen oder den Verlust von Unterlagen übernehmen die Auslober keine Haftung. Die eingereichten unterlagen werden nach Beendigung des Wettbewerbs nicht zurückgesendet.

URHEBERRECHTE

Die Teilnehmer bestätigen mit ihrer Einreichung, dass sie und ihre Bauherren sowie die Urheber der Fotos und sonstigen Rechteinhaber mit den unten genannten Veröffentlichungen einverstanden sind und stellen die hierfür notwendigen Unterlagen frei von Rechten Dritter uneingeschränkt und kostenfrei zur Verfügung.
Es besteht und ergibt sich kein Haftungsanspruch gegenüber den Auslobern für die Art und Form der Nutzung in der aufgeführten Art und Weise. Der Teilnehmer stellt die Auslober von eventuellen Ansprüchen Dritter an der Verwendung oder sonstigen Rechten frei.

Die Auslober haben das Recht, die prämierten Arbeiten mit allen eingereichten Unterlagen (Fotos, Zeichnungen, Texte usw.) bei Ausstellungen, in der Presse, in Publikationen und im Internet zur Dokumentation und Bewerbung des Holzbaupreises Niedersachsen sowie für die Öffentlichkeitsarbeit zur Förderung der Holznutzung und Holzverwendung unter Namensnennung der Verfasser uneingeschränkt und unentgeltlich zu veröffentlichen und zu verbreiten. Die uneingeschränkte und unentgeltliche Einräumung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Der Widerruf bewirkt, dass zukünftig keine weiteren Fotos und Unterlagen zur Veröffentlichung weitergegeben werden.

EINREICHUNGSFRIST (verlängert)

Freitag, der 31. August 2018 (Datum des Poststempels)

Die Unterlagen sind fristgerecht und für den Empfänger kostenfrei an folgende Adresse einzureichen:

3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie e.V.
»Holzbaupreis Niedersachsen 2018«
Herrn Martin Hanke
Rudolf-Diesel-Str. 12
37075 Göttingen

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Martin Hanke

Tel. (0551) 3 07 38 - 11
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Die Sieger des Holzbaupreises Niedersachsen 2018

Preisträger

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1. Preis
holzbox. – Umbau & Aufstockung eines ehemaligen Kindergartens in ein Zweifamilien-Passivhaus


Bauherrschaft: Jürgen Grund, Uslar-Volpriehausen
Architektur: K17 Steingräber. Architektur, Uslar
Tragwerksplanung: Dipl.-Ing. G. Grigoriadis, Northeim
Holzbau: Zimmerei Gebr. Bartels, Dassel
Fotografie: Sven Herwig

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2. Preis
DAV-Kletterhalle


Bauherrschaft: DAV Sektion Hannover
Architektur: RAUMPLAN, Hannover
Tragwerksplanung: Drewes + Speth, Hannover
Holzbau: Brüggemann Holzbau, Neuenkirchen
Holzbau (Innenausbau): T-Wall GmbH, Offenbach am Main
Fotografie: Ansgar Wegemann

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2. Preis
Mehrfamilienhaus <<die grüne 88>>


Bauherrschaft: Christina Kahrs-Wehberg, Konrad Wehberg, Ottersberg
Architektur: Kahrs Holz&Bau GmbH, Ottersberg
Tragwerksplanung: Reinhold Meyer, Worpswede
Holzbau: Kahrs Holz&Bau GmbH, Ottersberg
Fotografie: Thomas Nutt

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2. Preis
Einfamilienhäuser Hermannstraße


Bauherrschaft: H03: Andrea Warnecke-Göllner, Jens Göllner, Vechta
Bauherrschaft: H05: Saskia & Patrick Schieber
Architektur: Ruge+Göllner GmbH, Vechta
Tragwerksplanung: Dipl.-Ing. Jan Christoph Hartin, Goldenstedt
Holzbau: Holzbau Brockhaus GmbH, Dinklage
Fotografie: Julia Pöstges

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Sonderpreis Baukultur
Büro und Ausstellung der Tischlerei Krüger


Bauherrschaft: Dipl.-Ing. Innenarchitekt Detlef Krüger, Alfeld
Architektur: Dipl.-Ing. Innenarchitekt Detlef Krüger, Alfeld
Tragwerksplanung: Alpert & Zeck Beratende Ing. für Bauwesen, Freden (Leine)
Holzbau: Dipl.-Ing. Innenarchitekt Detlef Krüger, Alfeld
Fotografie: Carsten Janssen


Anerkennung

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Anerkennung
Studentenwohnhaus Klaus Bahlsen


Bauherrschaft: Studentenwerk Hannover AöR, Hannover
Architektur: ACMS Architekten GmbH, Wuppertal
Tragwerksplanung: TISIB Ingenieurgesellschaft mbH, Darmstadt
Holzbau: Holzbau MOSER KG, Hirschfeld
Fotografie: Sigrud Steinprinz und ACMS-Büro

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Anerkennung
Passivhaus-Siedlung auf den Zietenterassen


Bauherrschaft: Cubus GmbH & Co. KG, Göttingen
Architektur: Architekten Brune + Brune PartGmbH, Göttingen
Tragwerksplanung: Reitz und Pristl Ingenieur GmbH, Kassel
Holzbau: Karl Hoffmeister GmbH, Lamspringe
Fotografie: Gregor Brune

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Anerkennung
Sanierung und Aufstockung Mehrfamilienhäuser


Bauherrschaft: Volksheimstätte eG, Göttingen
Architektur: onp planungs + projekt gmbh, Göttingen
Tragwerksplanung: Ingenieurbüro Gerd Schwerdtfeger, Einbeck
Holzbau: Berthold Ilse GmbH, Uslar
Fotografie: Katrin Schleevoigt

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Anerkennung
Hof 33 – Aufstockung eines Kuhstalls


Bauherrschaft: Heiko Botsch, Hamburg
Architektur: Leonhard Pröttel, Braunschweig
Tragwerksplanung: Uwe Baumgarten, Kästorf (Wolfsburg)
Holzbau: Ing-Holzbau Schaab GmbH, Baddeckenstedt
Fotografie: Leonhard Pröttel


Engere Wahl

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Anerkennung
Grundschulerweiterung Steinbeck


Bauherrschaft: Stadt Buchholz i.d.N
Architektur: Schröder Architekten, Bremen
Tragwerksplanung: KTC Ing. Gmbh & Co. KG, Tenburg
Holzbau: Uwe Thomaälen GmbH, Elsfleth
Fotografie: Caspar Sessler


Rückblick: Holzbaupreis Niedersachsen 2016