Minimale Eingriffe in den Boden, dauerhafte Bodenbedeckung und vielfältige Fruchtfolgen sind wichtige Maßnahmen, um den Aufbau von Humus und die Verbesserung der Bodenstruktur zu fördern. Eine mehrjährige Studie auf 17 Beispielbetrieben in vier bodenklimatischen Regionen Deutschlands zeigt: Beim Direktsaatverfahren der Konservierenden Landwirtschaft (Conservation Agriculture = CA) ist der Dieselverbrauch um knapp 75% und der Arbeitszeitaufwand um knapp 60% geringer als bei dem konventionellen Pflugsystem. Die zusätzlichen Kosten für den Zwischenfruchtanbau werden durch deutliche Einsparungen bei den Pflanzenschutzmittel- und Düngekosten kompensiert. Insgesamt waren die Deckungsbeiträge der landwirtschaftlichen Betriebe mit CA um bis zu 16 Prozent pro Hektar und Jahr höher: „Insbesondere die Präsenz stickstofffixierender Bakterien, Mykorrhizapilze und förderlicher Bodenmikroben erhöht die Effizienz der Pflanzenernährung und führt zu einer besseren Biomasseproduktion.“ Besonders interessant: Die Toxizität der eingesetzten Pflanzenschutzmittel ist im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft um bis zu 70 % geringer.“ 

Die im März 2025 veröffentlichte Studie „Gesündere Böden, geringere Kosten, nachhaltige Erträge: Wie Konservierende Landwirtschaft Vorteile erntet" kann von der Website der Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung heruntergeladen werden. 

Speziell beim Anbau von Ackerbohnen wurde festgestellt, dass der Verzicht auf den Pflug vor der konventionellen Ackerbohnenaussaat die Möglichkeit bietet, Arbeitserledigungskosten von durchschnittlich 99 €/ha im Vergleich zum Pflugverfahren einzusparen. (Quelle: Schmidt/Langansky (Hrsg.) (2021), S. 97

Direktsaat in die Zwischenfrucht
Direktsaat in die Zwischenfrucht

Direktsaat (hier direkt in die gewalzte Zwischenfrucht: "Planting Green") im KlimaFarmingbetrieb von Felde

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