Aktuelles aus dem Projekt

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Vom 15. bis 18.11.2022 wird u.a. das Projekt KliFA auf der EUROTIER in Halle 25 auf Stand M32 vorgestellt. Interessante Neuigkeiten gibt es zur Agroforstwirtschaft: Anfang des Jahres 2023 wird das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine Förderrichtlinie herausgeben, nach der einige Agroforstsysteme mit 40% bezuschusst werden können (Informationen zur neuen Agroforstfördermaßnahme ELAN; Online-Treffen dazu am 14.12.22!). Außerdem gibt es ein neues Themenblatt zur Agroforst in der neuen GAP.

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Bodenfruchtbarkeit im Blick: Projektexkursion nach Österreich

Am 27. und 28. Oktober 2022 fand eine Fachexkursion im Rahmen des KlimaFarming-Projektes nach Nieder­österreich statt. 12 Landwirte und Projektpartner informierten sich über Konzepte zur klimafreund­lichen und nachhaltigen Landwirtschaft mit einem besonderen Blick auf das Thema Bodengesundheit. Mehr siehe Reisebericht

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Bei einen Zwischenfruchtfeldtag der LWK Niedersachsen am 12.10.22 wurden  die Methoden und vielen Vorteile des Zwischenfruchtanbaus (BLE-Broschüre) dargestellt. Um das effiziente Stickstoffmanagement und die Auswirkungen auf die Treibhausgasemissionen ging es bei der Vorstellung der Ergebnisse des Projektes THG-ZwiFru.

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Mit einer Auftaktveranstaltung im Heidekreis startete die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast am 24.8.2022 das dreijährige Verbundvorhaben KlimaFarming: „Ich freue mich, dass wir 940.000 Euro für dieses Zukunftsprojekt zur Verfügung stellen können. Der Klimawandel ist längst da und mit ihm die Herausforderungen für die Landwirtschaft. KlimaFarming findet Antworten, die wir so dringend brauchen. Vielen Dank an die Projektbeteiligten für ihr Engagement“, betonte die Ministerin bei der Übergabe des Förderbescheides. „ Mit dem KlimaFarming-Projekt sollen Handlungsempfehlungen für unsere Landwirte abgeleitet werden, um den langfristigen Humusaufbau im Boden zu fördern und damit Kohlenstoff im Boden zu speichern. Ganz im Sinne der Niedersächsischen Ackerbau- und Grünlandstrategie und im Einklang mit dem Niedersächsischen Weg leistet die Landwirtschaft mit solchen Bewirtschaftungssystemen einen Beitrag zur Biodiversität und zum Humusaufbau.“

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KlimaFarming auf der Tarmstedter Ausstellung

Beim offiziellen Messerundgang mit Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast erläuterte Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer am 8.7.22 die neuen 3N-Projekte. Auch einige Projektpartner besuchten den Stand.

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Erster öffentlicher Auftritt von KlimaFarming beim „2. Lüneburger Bodentag

Etwa 190 Fachleute trafen sich am 9. und 10. Juni 2022 im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum in Echem, weil sie mehr über die Bedeutung eines gesunden Bodenlebens und die Möglichkeiten dieses zu fördern wissen wollten. Das 3N Kompetenzzentrum war als Mitveranstalter u.a. mit einem Stand dabei. Dort ließen sich Staatsekretär Dr. Ludwig Theuvsen und die Geschäftsführerin des LBZ, Martina Weber, von Dr. Kürsten das Projekt „KlimaFarming“ erläutern.

Einführung und Zielsetzung

KlimaFarming will alternative Anbausysteme und nachhaltige Methoden im Ackerbau, die zum Humusaufbau und zur C- Speicherung beitragen, untersuchen und diese Kenntnisse durch Praxisbetriebe in Niedersachsen verbreiten und vermitteln.

Eine höhere Biodiversität, die durch die für den Humusaufbau erforderlichen weiteren Fruchtfolgen und/ oder neuen Gehölzpflanzungen (Agroforstwirtschaft) bewirkt wird, hilft zugleich, Ziele des Artenschutzes zu erreichen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu verringern. Das Vorhaben greift somit Maßnahmen der Niedersächsischen Ackerbau- und Grünlandstrategie auf. Nachhaltige Düngesysteme und eine humusanreichernde Bewirtschaftung weiter zu etablieren ist Ziel des Vorhabens „KlimaFarming“.

Die Agroforstsysteme bieten neben der C-Fixierung und Klimaschutzleistung auch einen Beitrag zur Einbringung von Strukturelementen in die Feldflur. Die beteiligten Praxisbetriebe sind besonders geeignet Praxiserfahrungen zu sammeln und weiterzugeben. Die wissenschaftliche Begleitforschung soll den Wissenstransfer durch neue Erkenntnisse fördern. Eine aktuelle Übersicht über die Agroforstbetriebe in Niedersachsen gibt es hier: Stand der Agroforstwirtschaft in Niedersachsen

Umsetzung: Die Praxisbetriebe werden in verschiedenen Regionen Niedersachsens im Monitoring begleitet, um das Bewusstsein für eine nachhaltigere Flächenbewirtschaftung in der regionalen Landwirtschaft zu stärken und neue Geschäftsmodelle für die erbrachten Klimaschutzleistungen (Carbon Farming) zu implementieren.


Eine umfassende Darstellung der technischen Möglichkeiten und politischen Perspektiven von Carbon Farming in Europa stellt die für das EU Parlament erstellten Studie "Carbon farming | Making agriculture fit for 2030" (Nov. 2021) dar.

Die Europäische Kommission berichtet auf ihrer Carbon Farming Website über den aktuellen Stand der Entwicklung: Im Jahr 2022 wird die Kommission einen Legislativvorschlag zur Entwicklung eines Rechtsrahmens für die Zertifizierung der Kohlenstoffbindung auf der Grundlage einer soliden und transparenten Kohlenstoffbuchhaltung vorlegen, damit die angestrebte Treibhausgasminderung (durch verringerte Emissionen und C-Festlegung in Böden und Biomasse) in der Land- und Forstwirtschaft genau überwacht und überprüft werden kann. Die aktuelle politische Situation und die Pläne großer Unternehmen wurden während einer Sustainable Carbon Cycles Conference der EU am 31. Januar 2022 dargestellt.

Ein höherer Gehalt an stabilem Bodenhumus und mehr Gehölze in der Landschaft binden CO2 und bremsen damit dem Klimawandel, Gleichzeitig mindern sie auch seine Folgen (Hochwasser, Dürreschäden).
Ein höherer Gehalt an stabilem Bodenhumus und mehr Gehölze in der Landschaft binden CO2 und bremsen damit dem Klimawandel, Gleichzeitig mindern sie auch seine Folgen (Hochwasser, Dürreschäden).© Dr. Ernst Kürsten

Zu den wichtigsten KlimaFarming Methoden gehören auch Kombinationen von Ackerbau und/oder Tierhaltung und Gehölzen (Agroforstwirtschaft), sowie die Verminderung von Treibhausgasemissionen aus Moorböden durch Wiedervernässung (auch mit Nutzung der dort wachsenden Biomasse: Paludikultur)!

Wie geht KlimaFarming?


Im Rahmen des Projektes „Carbon Farming“ hat das 3N Kompetenzzentrum seit dem 1.9.2018 zusammen mit dem Thünen-Institut für Ökologischen Landbau und fünf weiteren Partnern in den Niederlanden, Belgien und Norwegen Methoden und Techniken erfasst, die Kohlenstoffbindung auf landwirtschaftlich genutzten Flächen erhöhen. Es wurdenfünf besonders erfolgversprechende Ansätzeidentifiziert, wie Bodenhumus aufgebaut und das Klima geschützt werden kann. Gleichzeitig können sich diese Maßnahmen auch abmildernd auf die Folgen von Klimaextremen, wie Wind- und Wassererosion, Überschwemmungen und Trockenheit auswirken. Wichtige Grundprinzipien für den Humusaufbau sind vielfältige Fruchtfolgen und Zwischensaaten (Video dazu: "Das Potenzial von Zwischenfrüchten & worauf man achten sollte"). Der Boden sollte niemals ganz unbedeckt bleiben.

In dem 2022 gestarteten und vom Land Niedersachsen geförderten Folgeprojekt KlimaFarming werden oben genannten und auch weitere Methoden der Verbesserung des Bodenlebens auf etwa zehn verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben in Niedersachsen demonstriert und ihre Wirkungen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bodenkunde der Leibniz Universität Hannover als Projektpartner wissenschaftlich untersucht. Auch eine Kooperation mit dem Netzwerk Ackerbau Niedersachsen (NAN) ist geplant.

Projektpartner

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3N Kompetenzzentrum e.V.

www.3-n.info

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Institut für Bodenkunde, AG Bodenchemie


sowie zehn landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen

Gefördert durch

Laufzeit

20. Juni 2022 bis 30. April 2025

Ansprechpartner

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Dr. Ernst Kürsten

+49 511 498826 (Homeoffice)

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Carolin Brathe

Energiepflanzen

+49 5951 9893-23
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Weitere Projektinformationen

Carbon Farming: Viele Ansätze, Möglichkeiten und Fragen – Bericht über einen Workshop