Aktuelles aus dem Projekt

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KlimaFarming auf der Tarmstedter Ausstellung

Beim offiziellen Messerundgang mit Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast erläuterte Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer am 8.7.22 die neuen 3N-Projekte. Auch einige Projektpartner besuchten den Stand.

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Erster öffentlicher Auftritt von KlimaFarming beim „2. Lüneburger Bodentag

Etwa 190 Fachleute trafen sich am 9. und 10. Juni 2022 im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum in Echem, weil sie mehr über die Bedeutung eines gesunden Bodenlebens und die Möglichkeiten dieses zu fördern wissen wollten. Das 3N Kompetenzzentrum war als Mitveranstalter u.a. mit einem Stand dabei. Dort ließen sich Staatsekretär Dr. Ludwig Theuvsen und die Geschäftsführerin des LBZ, Martina Weber, von Dr. Kürsten das Projekt „KlimaFarming“ erläutern.

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Fachtagung zu Agroforstwirtschaft am 15. April 2021 und neue Informationsseite auf www.3-n.info.

Die Vorträge als pdf finden Sie in unserer Rubrik Veranstaltungsrückblick.

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Mit 100 Teilnehmern war das Online-Seminar "Mehr Humus für eine nachhaltige landwirtschaftliche Produktion - Methoden und Finanzierungskonzepte" am 17. November 2020 ausgebucht. Die interessanten Vorträge finden Sie in der Rubrik Veranstaltungsrückblick.

Einführung und Zielsetzung

KlimaFarming will alternative Anbausysteme und nachhaltige Methoden im Ackerbau, die zum Humusaufbau und zur C- Speicherung beitragen, untersuchen und diese Kenntnisse durch Praxisbetriebe in Niedersachsen verbreiten und vermitteln.

Eine höhere Biodiversität, die durch die für den Humusaufbau erforderlichen weiteren Fruchtfolgen und/ oder neuen Gehölzpflanzungen (Agroforstwirtschaft) bewirkt wird, hilft zugleich, Ziele des Artenschutzes zu erreichen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu verringern. Das Vorhaben greift somit Maßnahmen der Nds. Ackerbau und Grünlandstrategie auf. Nachhaltige Düngesysteme und eine humusanreichernde Bewirtschaftung weiter zu etablieren ist Ziel des Vorhabens „KlimaFarming“.

Die Agroforstsysteme bieten neben der C-Fixierung und Klimaschutzleistung auch einen Beitrag zur Einbringung von Strukturelementen in die Feldflur. Die beteiligten Praxisbetriebe sind besonders geeignet Praxiserfahrungen zu sammeln und weiterzugeben. Die wissenschaftliche Begleitforschung soll den Wissenstransfer durch neue Erkenntnisse fördern.

Umsetzung: Die Praxisbetriebe werden in verschiedenen Regionen Niedersachsens im Monitoring begleitet, um das Bewusstsein für eine nachhaltigere Flächenbewirtschaftung in der regionalen Landwirtschaft zu stärken und neue Geschäftsmodelle für die erbrachten Klimaschutzleistungen (Carbon Farming) zu implementieren.


Eine umfassende Darstellung der technischen Möglichkeiten und politischen Perspektiven von Carbon Farming in Europa stellt die für das EU Parlament erstellten Studie "Carbon farming | Making agriculture fit for 2030" (Nov. 2021) dar.

Die Europäische Kommission berichtet auf ihrer Carbon Farming Website über den aktuellen Stand der Entwicklung: Im Jahr 2022 wird die Kommission einen Legislativvorschlag zur Entwicklung eines Rechtsrahmens für die Zertifizierung der Kohlenstoffbindung auf der Grundlage einer soliden und transparenten Kohlenstoffbuchhaltung vorlegen, damit die angestrebte Treibhausgasminderung (durch verringerte Emissionen und C-Festlegung in Böden und Biomasse) in der Land- und Forstwirtschaft genau überwacht und überprüft werden kann. Die aktuelle politische Situation und die Pläne großer Unternehmen wurden während einer Sustainable Carbon Cycles Conference der EU am 31. Januar 2022 dargestellt.

Ein höherer Gehalt an stabilem Bodenhumus und mehr Gehölze in der Landschaft binden CO2 und bremsen damit dem Klimawandel, Gleichzeitig mindern sie auch seine Folgen (Hochwasser, Dürreschäden).
Ein höherer Gehalt an stabilem Bodenhumus und mehr Gehölze in der Landschaft binden CO2 und bremsen damit dem Klimawandel, Gleichzeitig mindern sie auch seine Folgen (Hochwasser, Dürreschäden).© Dr. Ernst Kürsten

Zu den wichtigsten KlimaFarming Methoden gehören auch Kombinationen von Ackerbau und/oder Tierhaltung und Gehölzen (Agroforstwirtschaft), sowie die Verminderung von Treibhausgasemissionen aus Moorböden durch Wiedervernässung (auch mit Nutzung der dort wachsenden Biomasse: Paludikultur)!

Wie geht KlimaFarming?


Im Rahmen des Projektes „Carbon Farming“ hat das 3N Kompetenzzentrum seit dem 1.9.2018 zusammen mit dem Thünen-Institut für Ökologischen Landbau und fünf weiteren Partnern in den Niederlanden, Belgien und Norwegen Methoden und Techniken erfasst, die Kohlenstoffbindung auf landwirtschaftlich genutzten Flächen erhöhen. Es wurdenfünf besonders erfolgversprechende Ansätzeidentifiziert, wie Bodenhums aufgebaut und das Klima geschützt werden kann. Gleichzeitig können sich diese Maßnahmen auch abmildernd auf die Folgen von Klimaextremen, wie Wind- und Wassererosion, Überschwemmungen und Trockenheit auswirken. Wichtige Grundprinzipien für den Humusaufbau sind vielfältige Fruchtfolgen und Zwischensaaten (Video dazu: "Das Potenzial von Zwischenfrüchten & worauf man achten sollte"). Der Boden sollte niemals ganz unbedeckt bleiben.

In dem 2022 gestarteten Projekt werden oben genannten und auch weitere Methoden der Verbesserung des Bodenlebens auf etwa zehn verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben in Niedersachsen demonstriert und ihre Wirkungen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bodenkunde der Leibniz Universität Hannover wissenschaftlich untersucht.

Projektpartner

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3N Kompetenzzentrum e.V.

www.3-n.info

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sowie zehn landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen

Gefördert durch

Laufzeit

20. Juni 2022 bis 30. April 2025

Ansprechpartner

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Dr. Ernst Kürsten

+49 511 498826 (Homeoffice)

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Carolin Brathe

Energiepflanzen

+49 5951 9893-23
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Weitere Projektinformationen

Carbon Farming: Viele Ansätze, Möglichkeiten und Fragen – Bericht über einen Workshop