Einführung und Zielsetzung


Um die Klimaneutralität in Europa bis Mitte des Jahrhunderts zu erreichen, müssen wir unsere Treibhausgasemissionen minimieren und alle unvermeidbaren Emissionen aus der Atmosphäre entfernen. Die "Carbon Removals and Carbon Farming Certification (CRCF) Regulation" (EU/2024/3012) wurde am 6. Dezember 2024 im Amtsblatt der EU veröffentlicht und schafft den ersten EU-weiten freiwilligen Rahmen für die Zertifizierung des technischen Entzugs von CO2 aus der Atmosphäre (z.B. durch Pflanzenkohle), Carbon Farming und Kohlenstoffspeicherung in Produkten in ganz Europa. Durch die Aufstellung von EU-Qualitätskriterien und die Festlegung von  Überwachungs- und Berichterstattungsverfahren wird die CRCF-Verordnung Investitionen in innovative Technologien zur Kohlenstoffabscheidung  sowie in nachhaltige Lösungen für die Kohlenstoffbindung auf  landwirtschaftlichen Flächen erleichtern und gleichzeitig gegen Greenwashing vorgehen.

Ein höherer Gehalt an stabilem Bodenhumus und mehr Gehölze in der Landschaft binden CO2 und bremsen damit dem Klimawandel, Gleichzeitig mindern sie auch seine Folgen (Hochwasser, Dürreschäden).
Ein höherer Gehalt an stabilem Bodenhumus und mehr Gehölze in der Landschaft binden CO2 und bremsen damit dem Klimawandel, Gleichzeitig mindern sie auch seine Folgen (Hochwasser, Dürreschäden).© Dr. Ernst Kürsten

KlimaFarming will alternative Anbausysteme und nachhaltige Methoden im Ackerbau, die zum Humusaufbau und zur C- Speicherung beitragen, untersuchen und diese Kenntnisse durch Praxisbetriebe in Niedersachsen verbreiten und vermitteln. Dazu dient u.a. das KlimaFarming Forum!

Eine höhere Biodiversität, die durch die für den Humusaufbau erforderlichen weiteren Fruchtfolgen und/ oder neuen Gehölzpflanzungen (Agroforstwirtschaft) bewirkt wird, hilft zugleich, Ziele des Artenschutzes zu erreichen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu verringern. Das Vorhaben greift somit Maßnahmen der Niedersächsischen Ackerbau- und Grünlandstrategie auf. Nachhaltige Düngesysteme und eine humusanreichernde Bewirtschaftung weiter zu etablieren ist Ziel des Vorhabens „KlimaFarming“. 

Umsetzung: Die Praxisbetriebe werden in verschiedenen Regionen Niedersachsens im Monitoring begleitet, um das Bewusstsein für eine nachhaltigere Flächenbewirtschaftung in der regionalen Landwirtschaft zu stärken und neue Geschäftsmodelle für die erbrachten Klimaschutzleistungen zu implementieren.

Die technischen Möglichkeiten und politischen Perspektiven von Carbon Farming in Europa werden in der für das EU Parlament erstellten Studie "Carbon farming | Making agriculture fit for 2030" (Nov. 2021) beschrieben.

Projektergebnisse

Erklärvideos

Direktsaat

Burkhard Fromme, Landwirt aus Helmstedt, macht seit 20 Jahren Direktsaat. Im Rahmen des Projekts KlimaFarming haben wir ihn auf seinem Betrieb besucht. In diesem Video erklärt er anschaulich, warum er von der Direktsaat überzeugt ist, wie er sie auf seinem Beitrieb umsetzt und welche Erfahrungen er mit konservierender Bodenbearbeitung gemacht hat.

Untersaat

Als zusätzliche Maßnahme zum Bodenschutz und zur Förderung von Biodiversität hat KlimaFarming-Landwirt Burkhard Fromme Untersaaten im Raps getestet. Als Untersaat wählte er die Erbse. ei unserem Besuch erklärt Burkhard Fromme, welche Vorteile die Untersaat haben kann und wie er sie auf seinem Betrieb anwendet.

Tagetes gegen Nematoden

Nematoden können im Kartoffel- und Feldgemüsebau zu erheblichen Schäden führen. Der KlimaFarming-Projektlandwirt, Jens Pohlmann, hat sich für eine effektive Bekämpfungsmaßnahme entschieden: Er baut Tagetes als Zwischenfrucht an. Wir haben ihn auf seinem Betrieb im Emsland besucht. Er erklärt anschaulich, welche Erfahrungen er gemacht hat und gibt wertvolle Tipps für den Anbau von Tagetes.

Praxisleitfaden

Im Rahmen des Projekts soll ein Praxisleitfaden erarbeitet werden, in dem verschiedene Maßnahmen zum Humusaufbau und zur C-Speicherung für die Anwendung in der Praxis beschrieben werden. Die einzelnen Techniken, Kosten und Wirkungen der humuserhaltenden und -mehrenden Maßnahmen auf Ackerflächen wurden 2023 in "Steckbriefen" des HumusKlimaNetz eingehend dargestellt. Ergänzungen dazu werden hier noch dargestellt.

Best Practice Beispiele (aus Niedersachsen)

Maßnahmen zum Humusaufbau sind letztlich nur dann sinnvoll anwendbar, wenn man damit auch Geld verdienen kann. Insbesondere muss der Verkauf der erzeugten Produkte zu auskömmlichen Preisen möglich sein. In diesem Abschnitt werden deshalb Geschäftsmodelle für verschiedene Maßnahmen, bzw. Produkte vorgestellt, die in der Praxis einzelner Betriebe erfolgreich erprobt wurden. Ob, bzw. wie sich diese übertragen lassen, muss anhand der jeweiligen betrieblichen Situation und der lokalen Marktgegebenheiten überprüft werden.

Mehr Gewinn mit weniger Aufwand: Direktsaat löst viele Problem!

Hühner + Bäume und mehr = Hühnerwald

Erbsen für Mensch, Tier und Technik

Pflanzenöle mit regionaler Wertschöpfung

Haselnussproduktion als Marktnische

Gemenge- und Wildkräuteranbau: Gut entmischt ist halb gewonnen

Blühstreifen und -flächen als Nektar- und Geldquelle

Ackerbohnenanbau mit neuen Vermarktungsstrategien

Durchwachsene Silphie: Chance für Biogasanlagen?

Klein aber fein: Trüffelproduktion

Regionale Biowertschöpfungsketten für den Trinkwasserschutz

Pappelholz aus KUP´s und Agroforstsystemen = Energie, Klimaschutz und mehr

CO2-Zertifizierungsansätze

Zusätzlich zu den Verkaufserlösen für die erzeugten Produkte können auch Einnahmen durch den Verkauf von "CO2-Zertifikaten" generiert werden. Wie das funktioniert und mit welchen Unternehmen man dabei zusammenarbeiten kann, wurde im Rahmen einer Tagung am 30.09.2025 dargestellt und diskutiert: ausführlicher Bericht mit Links zu den Präsentationen

Links zu verschiedenen Zertifizierungsanbietern, die sich teilweise am 30.09.25 vorgestellt haben:

Die Kohlenstoffspeicherung im Boden gehört zu den Methoden zur CO₂-Entnahme (Carbon Dioxide Removal = CDR), die "negative Emissionen" erzeugen und auf der Seite www.think-negative.org anschaulich beschrieben und verglichen werden.

Ältere Beispielfälle zum Nachlesen:

DerErgebnisbericht (auf englisch) des Projektes Carbon Farming zeigt konkrete Beispiele aus europäischen Nachbarländern, wie Landwirte Geld für die Festlegung von CO2 im Boden erhalten haben.

KlimaFarming Forum

Das KlimaFarming Forum bietet die Möglichkeit, sich über Tagungen, Feldtage, Publikationen usw. zu informieren. Registrierte BesucherInnen können außerdem selbst Kommentare und eigene Berichte schreiben oder Fragen aus dem Bereich der alternativen Anbausysteme und nachhaltigen Methoden im Ackerbau stellen. Machen Sie reichlich Gebrauch davon!

Zusammengefasst: KlimaFarming

Ziele

Methodische Ansätze

Wissenswertes: Carbon Farming und Humusaufbau


Im Rahmen des Projektes „Carbon Farming“ hat das 3N Kompetenzzentrum seit dem 1.9.2018 zusammen mit dem Thünen-Institut für Ökologischen Landbau und fünf weiteren Partnern in den Niederlanden, Belgien und Norwegen Methoden und Techniken erfasst, die Kohlenstoffbindung auf landwirtschaftlich genutzten Flächen erhöhen. Es wurdenfünf besonders erfolgversprechende Ansätzeidentifiziert, wie Bodenhumus aufgebaut und das Klima geschützt werden kann. Gleichzeitig können sich diese Maßnahmen auch abmildernd auf die Folgen von Klimaextremen, wie Wind- und Wassererosion, Überschwemmungen und Trockenheit auswirken. Wichtige Grundprinzipien für den Humusaufbau sind vielfältige Fruchtfolgen u.a. mit Leguminosen sowie Zwischen- und Untersaaten (Video dazu: "Das Potenzial von Zwischenfrüchten & worauf man achten sollte"). Die Bodenoberfläche sollte niemals "nackt", sondern idealerweise immer von lebenden Pflanzen, oder zumindest von einer Mulchschicht bedeckt sein.

In dem 2022 gestarteten und vom Land Niedersachsen geförderten Projekt KlimaFarming werden verschiedene Methoden der Verbesserung des Bodenlebens auf etwa zehn verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben in Niedersachsen demonstriert und ihre Wirkungen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bodenkunde der Leibniz Universität Hannover als Projektpartner wissenschaftlich untersucht. Die beteiligten Praxisbetriebe sind besonders geeignet, Praxiserfahrungen zu sammeln und weiterzugeben. Die wissenschaftliche Begleitforschung soll den Wissenstransfer durch neue Erkenntnisse fördern. Es erfolgt auch eine Kooperation mit dem Netzwerk Ackerbau Niedersachsen (NAN)  und mit dem Bundesprojekt Humus Klima Netz, das ähnliche Ziele hat wie KlimaFarming. Einige Projektlandwirte sind auch in der Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung (GKB) e.V. aktiv, der Interessenvertretung für alle, die sich mit den Verfahren der  konservierenden Bodenbearbeitung und der Direktsaat beschäftigen:  Landwirte, Berater, Wissenschaftler und Firmenvertreter. Wertvolle Anregungen vermittelt auch Soilify, die Plattform zur Förderung der regenerativen Landwirtschaft in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Zu den wichtigsten KlimaFarming Methoden gehören auch Kombinationen von Ackerbau und/oder Tierhaltung und Gehölzen (Agroforstwirtschaft), sowie die Verminderung von Treibhausgasemissionen aus Moorböden durch Wiedervernässung (auch mit Nutzung der dort wachsenden Biomasse: Paludikultur)! Die Agroforstsysteme bieten neben der C-Fixierung und Klimaschutzleistung auch einen Beitrag zur Einbringung von Strukturelementen in die Feldflur und damit zur Biodiversität. Eine nicht mehr ganz aktuelle Übersicht über die Agroforstbetriebe in Niedersachsen gibt es hier: Stand der Agroforstwirtschaft in Niedersachsen

Veranstaltungsrückblick


Im Laufe des Projekts haben wir eigene Veranstaltungen organisiert, waren aber auch viel unterwegs. Es folgt eine KliFa-Chronologie mit Verlinkungen zu interessanten Beiträgen. Weitere Berichte finden Sie auch im KlimaFarming-Forum!

Feldtag im Raum Lüneburg
Tagung
Auftaktveranstaltung

Rückblick auf die gemeinsame Tagung von 3N und dem Ackerbauzentrum Niedersachsen auf Burg Warberg

Das Interesse an den Zertifizierungsprozessen im Spannungsfeld von Landwirtschaft und Klimaschutz ist ungebrochen. Mit mehr als 100 Teilnehmern vor Ort und mit rund 200 virtuell dazugeschalteten Gästen wurde diskutiert, wo wir in Deutschland beim Humusaufbau stehen und ob das „Carbon Farming“ ein Geschäftsmodell für den Ackerbau sein kann. zum Tagungsrückblick / Programm und Vorträge

Tagung "Humusaufbau und Agroforstwirtschaft zur Reduzierung von Wassererosion und Hochwasserschäden" am 6.11.24 in Moringen

Im Fokus der Tagung standen Lösungen zur Verhinderung von Erosion und Sturzfluten durch Humusaufbau und Agroforstwirtschaft. An die Vortragsveranstaltung schloss sich eine Ortsbesichtigung an. Kurzbericht im KlimaFarming Forum / Programm und Vorträge

Landeserntedankfest 2024 am 29. September in Spelle

Das 3N Kompetenzzentrum war mit einem Informationsstand am Landeserntedankfest 2024 in Spelle beteiligt und stellte das Projekt KlimaFarming vor. Weitere Informationen zum Erntedankfest...

Tagung "Agroforstwirtschaft auf dem Weg in die Praxis" am 18. Juni 2024 in Hannover

Mitte Juni fand in Hannover Gehrden eine 3N-Tagung mit Exkursion zum Thema Agroforst statt. Im Rahmen dieser Tagung wurden die Initiativen einiger Pionierbetriebe vorgestellt und ihre Zielsetzungen und Erfahrungen diskutiert. Zum Bericht...

Feldtag im Raum Lüneburg mit Ministerin Staudte

Am 12.04.2024 nahm sich Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte mehrere Stunden Zeit, das von ihrem Hause finanzierte Projekt KlimaFarming auf dem Projektbetrieb Hartmann kennenzulernen. Dort ging es um den Humusaufbau in Agroforstsystemen (Hühnerauslauf mit Pappelstreifen; siehe links) und erste Versuche mit Dammkulturen. Zuvor hatten die Projektpartner sich schon die Produktion von Wildpflanzensaatgut bei Bienenbüttel angesehen.

KlimaFarming-Seminar auf der Agritechnica am 15.11.2023
Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel durch C-speichernde Anbaukonzepte

Bei der Tagung wurden betriebliche Beispiele und neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Kohlenstoffbindung in Agroforstsystemen vorgestellt. Dr. Stoyke aus dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium würdigte das Projekt in Vertretung der Ministerin als richtungsweisend und überreichte den anwesenden Projektpartnern Feldschilder dazu. Interessant war auch der Bericht der Raiffeisen Emsland-Süd eG zum Humusaufbauprogramm „Zukunft Erde“. Im Rahmen der abschließenden Podiumsdiskussion stellte Gisela Wicke vom Landesvorstand des NABU fest, dass die humusaufbauenden Praktiken, die im Projekt vermittelt würden, ganz im Sinne der Ziele des „Niedersächsischen Weges“ seien. Programm

KlimaFarming-Feldtag im südlichen Emsland am 03.11.2023 in Bawinkel

Im Rahmen des Projekts bot 3N einen Feldtag im Emsland zu den Themen "Tagetesanbau, Wildpflanzenflächen, Agroforstsysteme" an. Folgende Betriebe/Flächen wurden besichtigt:

Weitere Informationen

3N war u.a. mit dem Projekt KlimaFarming auf den LWK Feldtagen 2023 in Poppenburg vertreten. Am 1. und 2. Juni war das eine gute Gelegenheit für den Informationsaustausch und die Netzwerkbildung. Auf den Versuchsflächen nebenan stellte die LWK u.a. praktische Beispiele für lange Fruchtfolgen und Leguminosen vor, die den Humusaufbau fördern.

Auch beim "3. Lüneburger Bodentag" am 16./17.5.2023 war das Projekt "KlimaFarming" wieder präsent: mit einem Infostand und mit einem Vortrag sowie einem Workshop von Dr. Norman Gentsch zu den Funktionen von Humus und Bodenbiologie für die Wasserverfügbarkeit. Weitere ausführliche Infos dazu im KlimaFarming Forum!

Auf großes Interesse stieß die Auftaktveranstaltung zum Projekt SEBAS am 25.4.23 auf dem Betrieb Wilmars Gaerten bei Thyrow südlich von Berlin. Weitere Infos und die Präsentationen zum Nutzen von Agroforststreifen für die biologische Vielfalt finden Sie hier. Die anschließende Exkursion ging zu den dreijährigen Pappelstreifen.

Praxistag in Warberg am 21. März 2023
Auf den Flächen des Landwirtschaftsbetriebs Fromme-Altenbach aus Königslutter wird eine neungliedrige Fruchtfolge und seit vielen Jahren eine pfluglose bodengarefördernde Bodenbearbeitung umgesetzt. Seniorchef Burkhard Fromme stellte bei einer Flächenrundfahrt den gut 50 hochinteressierten Teilnehmer*innen sein nachhaltiges Betriebskonzept vor. Zum Rückblick

Bei demDVS-Webinar "Bodenmanagement mit Zukunft" am 22.2.23 berichtete KliFa-Projektpartner Ludwig Wreesmann (Landwirtschaftsbetrieb Gut Altenoythe & Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung(GKB)) über seine Erfahrungen mit 30 Jahren pflugloser Wirtschaft. Aktuell macht er Versuche zur Mähdruschsaat von Zwischenfrüchten. Diese wird am 9.3.23 beim Wanderfeldtag „Moderner Zwischenfruchtanbau in konservierenden Ackerbausystemen“ vorgestellt.

Besuch des Projektleiters beim Zukunftsforum Ländliche Entwicklung am 25.01.2023 in Berlin: Beindruckende Praxisberichte von Maria Gimenez (kurzer ZDF-Bericht) und Reiner Guhl (Prignitzer Landwirtschaftshof Düpow), die die Erträge ihrer landwirtschaftlichen Betriebe auch in Dürrejahren mit HIlfe von Agroforststreifen sichern wollen.

Vom 15. bis 18.11.2022 wird u.a. das Projekt KliFA auf der EUROTIER in Halle 25 auf Stand M32 vorgestellt. Interessante Neuigkeiten gibt es zur Agroforstwirtschaft: Anfang des Jahres 2023 wird das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine Förderrichtlinie herausgeben, nach der einige Agroforstsysteme mit 40% bezuschusst werden können (Informationen zur neuen Agroforstfördermaßnahme ELAN; Online-Treffen dazu am 14.12.22!). Außerdem gibt es ein neues Themenblatt zur Agroforst in der neuen GAP.

Bodenfruchtbarkeit im Blick: Projektexkursion nach Österreich

Am 27. und 28. Oktober 2022 fand eine Fachexkursion im Rahmen des KlimaFarming-Projektes nach Nieder­österreich statt. 12 Landwirte und Projektpartner informierten sich über Konzepte zur klimafreund­lichen und nachhaltigen Landwirtschaft mit einem besonderen Blick auf das Thema Bodengesundheit. Mehr siehe Reisebericht

Am 24. und 25.10. präsentierte Dr. Kürsten das Projekt KlimaFarming auf der Messe "Land.Leben.Leese." (mit Vortrag "Mehr Gewinn durch mehr Gehölze") und führte viele Gespräche mit Landwirten, die sich insbesondere für die Energiegewinnung mit Dauerkulturen (bes. Miscanthus) und Gehölzstreifen interessierten. Solche Kulturen können wertvolle Beiträge zum Humusaufbau leisten.

Bei einem Zwischenfruchtfeldtag der LWK Niedersachsen am 12.10.22 wurden die Methoden und vielen Vorteile des Zwischenfruchtanbaus (BLE-Broschüre) dargestellt. Um das effiziente Stickstoffmanagement und die Auswirkungen auf die Treibhausgasemissionen ging es bei der Vorstellung der Ergebnisse desProjektes THG-ZwiFru.

Mit einer Auftaktveranstaltung im Heidekreis startete die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast am 24.8.2022 das dreijährige Verbundvorhaben KlimaFarming: „Ich freue mich, dass wir 940.000 Euro für dieses Zukunftsprojekt zur Verfügung stellen können. Der Klimawandel ist längst da und mit ihm die Herausforderungen für die Landwirtschaft. KlimaFarming findet Antworten, die wir so dringend brauchen. Vielen Dank an die Projektbeteiligten für ihr Engagement“, betonte die Ministerin bei der Übergabe des Förderbescheides. „ Mit dem KlimaFarming-Projekt sollen Handlungsempfehlungen für unsere Landwirte abgeleitet werden, um den langfristigen Humusaufbau im Boden zu fördern und damit Kohlenstoff im Boden zu speichern. Ganz im Sinne der Niedersächsischen Ackerbau- und Grünlandstrategie und im Einklang mit dem Niedersächsischen Weg leistet die Landwirtschaft mit solchen Bewirtschaftungssystemen einen Beitrag zur Biodiversität und zum Humusaufbau.“

 

Projektpartner


sowie zehn landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen

Gefördert durch

1

Laufzeit

20. Juni 2022 bis 31. Dezember 2025

Ansprechpartner

Image

Dr. Ernst Kürsten


(mit Projektende am 31.12.2025 in den Ruhestand getreten) 
Image

Jana Denecke

+49 176 70539255

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Weitere Projektinformationen

Carbon Farming: Viele Ansätze, Möglichkeiten und Fragen – Bericht über einen Workshop

Projekt-Flyer [pdf; 7,4 MB]