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Schadenverhütung

Was ist Schadenverhütung?

Jede Unternehmung und alles Tun der Menschen bergen auf die eine oder andere Weise Risiken in sich.

Neues auszuprobieren, Dinge zu entwickeln, Prototypen zur Serienreife zu bringen ist der Wunsch jedes forschenden Geistes. Dabei auch immer die damit verbundenen Risiken zu erkennen, einzuschätzen, zu berücksichtigen und angemessene Vorsorge für eine umfassende Sicherheit und Nachhaltigkeit zu betreiben sollte selbstverständlich sein.

Ziel der Schadenverhütungsarbeit ist es, Risiken zu erkennen, zu bewerten und wirkungsvolle „Schutzkonzepte“ zu entwickeln. Die Initiierung und Begleitung wissenschaftlicher Arbeiten und der Forschung ist ein Baustein erfolgreicher Schadenverhütung. Auf diese Weise können sichere technische Standards gebildet, gewahrt und ihre Einbindung in das tägliche Leben ermöglicht werden.

Schadenverhütung bedeutet:

  • Erkennen von Risikoveränderungen, technischen Entwicklungen und Abschätzen ihres Einflusses auf die Schadensituation
  • Entwicklung von Schadenverhütungskonzepten auf der Basis von Schadenerfahrungen und Forschung
  • Entwicklung und Pflege technischer Standards und Beschreibung ihrer Auswirkungen

Warum Schadenverhütung?

Schadenverhütung dient dem Schutz von Leben, Gesundheit und Eigentum.

Zwar können im Schadenfall zumindest die finanziellen Folgen z.B. durch eine Versicherung abgefedert werden, jedoch ist es für alle Beteiligten besser, wenn es überhaupt nicht zum Schaden kommt. Daher setzen Versicherungsunternehmen die Schadenverhütung gezielt dazu ein, Schadenereignisse zu vermeiden oder in ihren Auswirkungen zu begrenzen.

Innovationen aber auch Investitionen in neue Techniken werden erst dadurch möglich, dass adäquater Versicherungsschutz angeboten wird. Denkt man z.B. an die erforderliche Umstellung der Energieversorgung auf eine nachhaltige und umweltverträglichere Basis, z.B. durch Photovoltaik- oder Geothermieanlagen, stellt man fest, dass hier häufig mit hohem finanziellem Aufwand in eine fortschrittliche Technik investiert wird. Im Schadenfall, z.B. durch einen Gebäudebrand oder Blitzschlag, kann jedoch ein großer monetärer Verlust die Folge sein. Auch die Folgen eines Sachschadens auf die betriebswirtschaftlichen Kenngrößen einer Unternehmung sind häufig erheblich.

Schadenerfahrungen der Versicherungswirtschaft

Aus Erfahrung wird man klug

Wer könnte besser über die vielfältigen Schadenszenarien Kenntnis haben als die Versicherungswirtschaft? Allein in der Sparte der Gebäudeversicherung werden von der Assekuranz Jahr für Jahr etwa 2 Mio. Schäden bearbeitet.

Die gesammelten Erfahrungen aus der täglichen Versichererpraxis stellen die Basis für eine erfolgreiche und nachhaltige Präventionsarbeit dar. Dabei steht die rein finanzielle Absicherung von Risiken nicht als alleiniges Mittel im Vordergrund. Sie ist sogar häufig nicht das Mittel der ersten Wahl, wenn es darum geht, erfolgreich Neuland zu begleiten. Vielmehr ist es die Erfahrung aus einer Vielzahl von Schäden, wie sie sich ereignen konnten und wie sie behoben wurden die eine sinnvolle und angemessene Schadenverhütung ausmacht.

Aus diesem Erfahrungsschatz und dem daraus abgeleiteten Blick nach vorn ist der Versicherer ein hilfreicher Partner im Erkennen, Einschätzen und Bewerten von Risikoveränderungen und technischen Entwicklungen.

Allgemeine und auf die jeweilige Situation zugeschnittene Hinweise zur Schadenverhütung finden Sie u.a. auf der Präventionsseite der Deutschen Versicherer unter www.vds-industrial.de

Allgemeine Hinweise zur Schadenverhütung in Betrieben

Die Brandgefahr stellt eine ernste Bedrohung industrieller und gewerblicher Betriebe dar. Eine Feuer- und Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung vermag zwar den materiellen Schaden eines Brandes auszugleichen; schwerer wiegen häufig jedoch die nicht ersetzbaren Verluste, wie zum Beispiel solche an Leben, Gesundheit und der natürlichen Lebensgrundlagen sowie Verlust von Marktanteilen oder die Abwanderung bewährter Mitarbeiter.

Zahlreiche und schwere Brandschäden in den letzten Jahren veranlassen aus diesem Grunde den Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) und den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV),
gemeinsam dazu aufzurufen, den Brandschutz in Betrieben mit angemessenen Mitteln zu verbessern. Der Brandgefahr im Betrieb kann durch vorbeugende Maßnahmen - Brandschutzmaßnahmen - wirksam begegnet werden. Die Ausführungen in der Publikation „Brandschutz im Betrieb“ sollen Anregung und Anleitung für einen effektiveren Brandschutz geben. Sie finden die Broschüre unter www.vds-industrial.de/service/vds-richtlinien/brandschutz/.

Gesetzliche und behördliche Vorschriften sowie die Vereinbarungen mit dem Versicherer bleiben unberührt.

Wirksame Risikoverbesserungen durch geeignete Brandschutzmaßnahmen werden von Feuerversicherern in Abhängigkeit von objektspezifischen Gegebenheiten im Regelfall positiv bewertet.











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