NHN-TAGUNG 2026 "EICHENWIRTSCHAFT – RISIKEN UND ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN"
Christof Oldenburg
07. Mai 2026 | Göttingen
NHN-Tagung 2026 "Eichenwirtschaft – Risiken und Zukunftsperspektiven"
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Die Eiche ist neben der Rotbuche die führende Laubbaumart in Deutschland. Laut BWI 2022 hat sie einen Flächenanteil von 11,5 % eingenommen. Auf Wertholzsubmissionen aber auch im Sägeholzbereich erzielt die Eiche seit Jahren solide bis Spitzenerlöse. Aber auch im Naturschutz nimmt sie wegen ihrer Langlebigkeit und Bedeutung für die Biodiversität – an keiner Baumart finden sich gleichviele spezialisierte Arten – eine Spitzenstellung ein. Aufgrund ihrer Standortvariabilität und Trockenheitsresistenz wird ihr auch ein hohes Potenzial im Klimawandel zugeschrieben. Die Eiche ist jedoch auch die Baumart, deren Holzvorrat gemäß BWI im letzten Jahrzehnt deutschlandweit am stärksten zugenommen hat. Haben wir verlernt, die Eichen sinnvoll zu nutzen?
Zur Realisierung der Nutzungspotenziale der Eiche sind jedoch einige Herausforderungen zu meistern: So sind Lösungen zur Verjüngung in zunehmend dauerwaldartigen Bestandesstrukturen, zu bisher hohen Pflegeaufwendungen sowie zu zunehmend herausfordernden Forstschutzrisiken dringlich. Letztere haben durch den steigenden Befall mit Eichenprachtkäfer und Eichenkernkäfer nicht nur Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und die Qualität des Eichenholzes, sondern durchaus das Potenzial, die Bewirtschaftung der Eichen insgesamt in Frage zu stellen. So oder so gilt es, innovative Verwertungs- und Vermarktungsstrategien für Eichenholz, insbesondere der Problemsortimente, zu entwickeln.
Die diesjährige NHN-Tagung zeigt schlaglichtartig Potenzial, Praxis und Risiken der Eichenwirtschaft aus unterschiedlicher Expertensicht auf. Zusammen mit Besucherinnen und Besuchern sollen Lösungsansätze diskutiert und konkrete Handlungsschritte für die Eichenwirtschaft abgeleitet werden.
Veranstalter der Tagung ist das Kompetenznetz für Nachhaltige Holznutzung e.V. (NHN) in Kooperation mit der Plattform Forst & Holz und der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR).
Begrüßung und Eröffnung der Tagung Prof. Dr. Dirk Jaeger | Vorsitzender des Kompetenznetzes für Nachhaltige Holznutzung (NHN) e.V. Christian Haase | Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates e.V. und Sprecher der Plattform Forst und Holz Marcus Kühling | Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V.
Moderation: N.N.
9:45 Uhr
Kulturelle und historische Bedeutung der Eiche Dr. Joachim Hamberger | Bayerisches Amt für Waldgenetik
10:15 Uhr
Bewirtschaftung und Inwertsetzung der Eiche heute und morgen Dr. Björn Seintsch | Johann Heinrich von Thünen-Institut für Waldwirtschaft
10:45 Uhr
Waldbau in Eichenbeständen(Arbeitstitel) N.N.
11:15 Uhr
Kaffeepause
11:45 Uhr
Eiche und Natura 2000 im (öffentlichen) Forstbetrieb - zwischen Habitatkontinuität, Waldschutz und Betriebswirtschaft Hendrik Schatz | Niedersächsische Landesforsten
12:15 Uhr
Herausforderungen an die Eichenbewirtschaftung durch Schaderreger im Klimawandel Dr. Rainer Hurling | Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt
Verwendung und Verwertung der Eiche (I) Christoph Sattelmacher | Albrecht Sattelmacher KG
14:45 Uhr
Verwendung und Verwertung der Eiche (II) Prof. Reinhard Grell | Technische Hochschule Ostwestfahlen-Lippe
15:15 Uhr
Genetische Ressourcen von Eichen - Unterschätzte Anpassungspotenziale? Dr. Aki Höltken | Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt
15:45 Uhr
Schlusswort Prof. Dr. Dirk Jaeger | Vorsitzender NHN e.V.
16:00 Uhr
Ende der Tagung
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Die Veranstaltung findet am Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften (Großer Hörsaal) statt.
Am Faßberg 11 37077 Göttingen Deutschland
Anreise mit der Bahn: Wenn Sie mit der Bahn anreisen, fahren Sie ab der Haltestelle Bahnhof/ZOB mit der Buslinie 23 (Richtung Uni-Nord) oder der Buslinie 21 (Richtung Nikolausberg) weiter. An der Haltestelle Faßberg können Sie aussteigen und sind dann innerhalb von 2 min am Hörsaal.
Anreise mit dem Auto – Parkplätze: Bitte nutzen Sie bei der Anreise mit dem Auto den großen Parkplatz der Forstinstitute . Dieser liegt unmittelbar in der Nähe der Kreuzung Otto-Hahn-Straße/Burckhardtweg und ist auf der Karte eingezeichnet. Zu Fuß sind Sie dann innerhalb von 10 min am Tagungsort.
Falls Sie bereits am Vortag anreisen: Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in Göttingen viele. Das Max-Planck-Institut liegt außerhalb des Zentrums; wer fußläufig innerhalb von 15 min zur Tagung kommen möchte, ist mit dem Hotel Beckmann gut beraten.
Auch in diesem Jahr wird der NHN-Förderpreis "Stoffliche Holznutzung" verliehen. Einsendeschluss für Einreichungen ist der 24. April 2026 - mehr dazu finden Sie in unserer Ausschreibung.